Bővebb ismertető
Vorwort.
Die Zeit, wo die organischen Arsenverbindungen in einem Winkel des großen ^.Beilstein" ein bescheidenes Dasein fristeten, ist vorüber. Von Ehrlich zu neuem Leben erweckt, hat dieses Gebiet einen außerordentlichen Aufschwung genommen. Zahlreiche neue Körper sind synthetisiert, in ihrem biologischen Verhalten erforscht, und schließlich in gemeinsamer Arbeit der Biologen und Chemiker Arsenverbindungen aufgefunden worden, die heute als wertvolle Heilstoffe allgemeines Interesse beanspruchen und im großen dargestellt werden. Diese glänzende Entwicklung rechtfertigt eine monographische Behandlung, um so mehr, als die Ergebnisse der neueren Forschung zum großen Teil in weniger leicht zugänglichen Schriften, medizinischen Abhandlungen, Patenten und Patentanmeldungen, niedergelegt sind.
Bei der Bearbeitung des Stoffes war zunächst Beschränkung geboten. Eine Darstellung der Wechselwirkungen zwischen Biologie und Chemie, ein näheres Eingehen auf die einschlägige, mächtig angewachsene biologische, chemotherapeutische und medizinische Literatur mußte ich mir in Rücksicht auf den verfügbaren Eaum und aus anderen Gründen versagen. Es sind daher nur bei der Beschreibung der wichtigsten Verbindungen kurze Angaben über ihre biologischen Eigenschaften usw. gemacht. Dagegen habe ich mich bestrebt, eine erschöpfende Darstellung des chemischen Materials zugeben, unter Heranziehung der gesamten, also auch der älteren, chemischen Literatur und unter Aufführung der einzelnen Verbindungen auf Grund eines natürlichen Einteilungsprinzips. Hierin unterscheidet sich mein Buch von bereits vorliegenden Arbeiten^),
') H. Sditnidt, Die aromatischen Arsenverbindungen, Berlin 1912, Verlag von Julius Springer.
Nierenstein, Organische Arsenverbindungen und ihre chemotherapeutische Bedeutung, Stuttgart 1912, Verlag von Ferdinand Enke.