Bővebb ismertető
VorwortAls Paul Sorauer im Jahre 1874 sein Handbuch der Pflanzenkrankheiten" zum ersten Male herausgab, bestand dasselbe aus einem wenig umfangreichen Band, der in einem gröBeren Teil die Darstellung physiologischer Krankheiten und in einem kleineren die Beschreibung von Krankheiten, die durch Pflanzen hervor-gerufen werden, brachte. Wenn auch das Buch dem damaligen Standé der Wissen-schaft entsprach, so war es doch, gemessen an unserer heutigen Auffassung, auBerordentlich lückenhaft und zeigte deutlich, daB eine planvolle Bearbeitung aller der Fragen, die zur Erhöhung unserer Ertráge zu lösen nötig sind, noch nicht vorhanden war.Die spáteren Auflagen zeigten ein getreues Spiegelbild der Kenntnis der Pflanzenkrankheiten und ihrer Entwickelung. Aber bis zur 4. Auflage kann man deutlich erkennen, daB die naturwissenschaftliche Betrachtungsweise im Vordergrund stand. Erst in den letzten 30 Jahren hat man sich allmáhlich darauf besonnen, daB das Studium der Pflanzenkrankheiten nicht nur ein interessantes wissen-schaftliches Problem, sondern vor allém eine wirtschaftlicheNotwendig-k e i t bedeutet. Nachdem dann bei der 3. Auflage auch die tierischen Schádlinge mit in das Handbuch hereingezogen waren, gliederte es sich in drei ungefáhr gleich-wertige Teile, námlich den der nichtparasitáren Krankheiten sowie den der durch Pflanzen und den der durch Tiere hervorgerufenen Krankheiten und Schádigungen.Der ganzen Anlage des Werkes nach ist die Darstellung entsprechend den Arbeiten auf diesem Gebiete auch heute noch vom Gesichtspunkte der Natur-wissenschaften aus erfolgt, wenn auch mehr und mehr die praktisch wirtschaft-liche Seite mit berücksichtigt wurde.Inzwischen hat sich die Einsicht, die weitschauende Forscher schon seit langem hatten, daB námlich die Pflanzenkrankheiten sowohl privát- als auch volks-wirtschaftlich eine sehr groBe Rolle spielen, allmáhlich überall Bahn gebrochen, und daraus hat sich weiter ergeben, daB man sich auch mehr dem Ausbau der BekámpfungsmaBnahmen zuwandte. Neben der Kenntnis der Ursachen und der Entwicklung der Pflanzenkrankheiten muBten nunmehr auch die Vorbeugung und die Heilung auf eine breitere wissenschaftliche Grundlage gestellt werden. So entstand in den letzten Jahrzehnten eine ganz neue Richtung, die als Pflanzen-schutz zu bezeichnen ist. Nach wie vor bildet natürlich die eingehendste Kenntnis der gesunden und kranken Pflanzen die Grundlage aller dahingehenden Be-strebungen; aber mit der Entwicklung der verschiedenartigsten Hilfsmittel zu ihrer Bekámpfung wurden auBer Botanik und Zoologie auch die Chemie und die Technik sowie die Kenntnis von gesetzgeberischen und Verwaltungs-MaBnahmen von immer gröBerer Wichtigkeit.(Fortsetzung auf der 3. Umschlagseite)