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AUS DEM VORWORT ZUR 1. AUFLAGE
Im Zuge der technischen Weiterentwicklung wurden in allen Mitgliedsstaaten des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe einheitliche Profilsortimente eingeführt, die sich gegenüber den bisherigen Walzprofilen nach DIN und GOST durch eine größere Wirtschaftlichkeit auszeichnen. Unsere profilverarbeitende Industrie wird sich deshalb in nächster Zeit auf neue Profile umstellen, die in der DDR die Bezeichnung TGL-Profile haben werden.
Die TGL-Profile sind auf der Grundlage der sowjetischen GOST-Profile entstanden und unterscheiden sich sowohl in ihren geometrischen Abmessungen als auch in ihren Querschnittswerten wesentlich von den DIN-Profilen. Die bisher bekannten Tabellenbücher über Stahlprofile können somit für Neukonstruktionen nicht mehr verwendet werden. Es ergab sich zwangsläufig die Aufgabe, kurzfristig ein Tabellenwerk zu schaffen, in dem alle Angaben über das neue Profilsortiment, die der projektierende und konstruierende Ingenieur bei seiner täglichen Arbeit benötigt, enthalten sind.
Im Institut für Stahlbau und Leichtmetallbau Leipzig wird seit Beginn des Jahres 1961 an einem solchen Tabellenwerk gearbeitet. Die Fülle der dabei anfallenden Rechenarbeit erlaubt es nicht, das gesamte Werk innerhalb eines Jahres entstehen zu lassen. Da aber andererseits bereits einige Industriezweige mit den neuen TGL-Profilen arbeiten, machte es sich erforderlich, den 1. Abschnitt vorzeitig zu verlegen.
Im Laufe des Jahres 1963 werden noch folgende Abschnitte herausgegeben: Abschnitt 2: Querschnittswerte für zusammengesetzte Profile Abschnitt 3: Tragfähigkeitstafeln für Einzelprofile Abschnitt 4: Tragfähigkeitstafeln für zusammengesetzte Profile Abschnitt 5: Kippsicherheitstafeln
Abschnitt 6: Verbindungsmittel des Stahlbaus; Niete, Schrauben, Schweißen, HV-Verbindungen
Der Band II (Vereinheitlichtes Vorschfiftenwerk für den Stahlbau) wird nach Abschluß der Überarbeitung der einzelnen Vorschriften erscheinen. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß sämtliche Werte neu errechnet wurden, da die in den Originaltabellen der GOST-Standards gemachten Angaben zum Teil unvollständig waren. Zusätzlich wurden Werte aufgenommen, die in den Standards nicht enthalten sind, in der Stahlbaupraxis aber immer häufiger benötigt werden, so z. B. die Drill- und Wölbwiderstände.