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VON DER KIRCHE UND DEN SAKRAMENTEN
EINLEITUNG
Ein Rückblick. Im ersten Teil des Katechismus wurde die Frohbotschaft vom Reidie Gottes und vom himmlisdien Vater, von Jesus Christus, dem Lehrer, Erlöser und Herrn, vom Heiligen Geist und seinen Gnadengaben lehrhaft entfaltet (vgl. Band I, S. 1, S. 482). Unser Blick war unmittelbar auf die heilige Wirklidikeit geriditet, die „Gnade und Wahrheit" (Jo 1, 14), die uns zuletzt in Christus aufgeleuchtet ist. Was in seiner Predigt, in seinem Sterben und seiner Verherrlichung ein für allemal gesdiehen und geworden ist, bildet den primären Gegenstand unseres Glaubens und zugleich den bewegenden Grund des neuen Lebens. Daraus erhellt die besondere Bedeutung des ersten Katediismusteils.
Der Inhalt des zweiten Hauptteils. Vom Heiligen Geist erfüllt, tritt die Kirche vor die Welt liin. Sie ist das Volk des ewigen Bundes, das der Herr durdi sein Wort zusammengerufen, durch seinen Tod geheihgt und durdi seinen Geist sdion jetzt mit den Kräften der kommenden Welt erfüllt hat (Lst 45 bis 47). Sie ist der geheimnisvolle Leib dessen Haupt der Erhöhte ist und dessen Glieder in der Kraft seines Geistes ihren Dienst zum Wohle des Ganzen verrichten (Lst 48 und 49). Im Namen ihres Herrn und in der Kraft seines Geistes verkündet sie sein Wort (Lst 50 bis 52), vollzieht seine Mysterien (Lst 53 bis 55) und leitet in der Liebe des Guten Hirten die Gläubigen zu ihrem ewigen Ziel (Lst 56 und 57). Die Kirche ist die eine Herde, die wahre Heimat aller Glaubenden, in engster Gemeinschaft stehend mit den vollendeten Gerediten, die beim Herrn sind, besonders mit Maria, seiner und unserer Mutter (Lst 58 bis 60).
Auf die Frohbotschaft der Kirdie hin bekehren sich die Mensdien und lassen sich taufen (Lst 61 bis 63), und damit beginnt ein neues Leben im Glauben an den lebendigen Gott, in der Hoffnung auf seine Verheißung und in der Liebe (Lst 64 bis 68); ein Leben in der Verbundenheit mit dem Herrn (Lst 69). Von ihm belehrt, sprechen sie zu Gott wie Kinder zu ihrem Vater (Lst 70 bis 72). In der Firmung kommt das neue Leben zur Reife (Lst 73 bis 74). Es wird stetig genährt aus der heiligen Eucharistie, dem Mahl der Gottesfamihe (Lst 75 bis 79). Von Versuchung und Sünde, vom Angriff des Widersadlers bedroht (Lst 80 bis 82), wird es durch Gottes Barmherzigkeit immer wieder erneuert in der Umkehr und im Bußsakrament
1 Katediismus-Handbudi II/l 1