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EINLEITUNGEine notwendige Besinnung. Das sittliche Denken und Tun vieler Christen ist in einseitiger Weise vom Gesetz und vom Gedanken der sadilichen Pflichterfüllung bestimmt. Der so wesentUche Zusammenhang zwischen Glaube, Sakrament und christlichem Leben wird nicht oder kaum gesehen, und dabei ist die Katechese nicht unschuldig. Glaube und Sakrament werden nicht als Grundlage und Quelle des sittlichen Lebens, sondern einerseits als sitthche Pflichten und Leistungen empfunden, anderseits auch als zusätz-hdie Hilfen zur Erfüllung der moralisdien Pfliditen, die als der eigentliche Inhalt des sittlichen Lebens und der eigentlidie Gegenstand der Unterweisung betrachtet werden. Dahinter steht, wie man leicht sieht, das Welt-und Menschenbild der Aufklärung. Die Hauptsadie ist: Man ist ein anständiger Mensch. Moral ist alles; Rehgion dient der Moral und wer Moral hat, der hat auch Religion.Auch der Katechismus spricht von den Geboten, wobei er, wie wir noch sehen werden, auch die in die Schöpfung eingeschriebene Gottesordnung im Auge hat. Aber er behandelt das Leben nach den Geboten erst im dritten Hauptteil nach der Lehre von den Sakramenten. Der Grund dazu ist in den ersten Worten der Einleitung ausgesprodien, die den engen Zusammenhang andeuten, der zwischen dem dritten Hauptteil und den vorausgehenden Teilen des Katechismus besteht. Der kindlidie, erleuchtete Gehorsam gegen die Gebote Gottes setzt den Glauben an den himmlischen Vater und an Christus, unsern Erlöser, setzt die Wiedergeburt und das lebendige Kindschaftsverhältnis zum Vater in Glaube, Liebe und vertrauendem Gebet voraus. Damit wird, wie uns ein kurzer Uberblick zeigen wird, wieder deutlicher, wo der Schwerpunkt des christlichen Lebens liegt.Leben aus dem Glauben." Vom ersten Lehrstück der Glaubenslehre an sucht der Katediismus das diristlidie Leben zu formen, vor allem in den Beitexten Für mein Leben", Wort Gottes" und in den Aufgaben. Das geschieht nicht nur aus pädagogisdien Gesichtspunkten, sondern auch aus inneren Gründen. Dem lebendigen Gott des Evangeliums kann man nur glaubend, vertrauend und liebend begegnen. Die Gestalt und das Werk Christi fordern zur dankbaren Hingabe und Nachfolge auf. Die Lehre vom Heiligen Geist verlangt von uns, daß wir, wenn wir im Geiste leben, auch im Geiste wandeln (vgl. Lst 43, Abs. 4). Die Lehre von der Kirche ist zugleich1 Katechismus-Handbuch III/l1