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1Er legt den Hörer auf und ist weiß wie die Wand; die Hände zittern, und das Feuerzeug muß er dreimal schnappen lassen, bis die Zigarette brennt. Dann bricht er dramatisch über dem Schreibtisch zusammen.Petersen, am Schreibtisch gegenüber, schreckt hoch und fragt besorgt: Is was?Scheiße! murmelt Höffgen.Du siehst aus, als stirbst du gleich, sagt Petersen; er meint es wirklich teilnahmsvoll und kann nichts dazu, daß es ein bißchen hoffnungsvoll klingt.Trotzdem, Höffgen kriegt es in den falschen Hals, und es sieht ganz so aus, als...
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1Er legt den Hörer auf und ist weiß wie die Wand; die Hände zittern, und das Feuerzeug muß er dreimal schnappen lassen, bis die Zigarette brennt. Dann bricht er dramatisch über dem Schreibtisch zusammen.Petersen, am Schreibtisch gegenüber, schreckt hoch und fragt besorgt: Is was?Scheiße! murmelt Höffgen.Du siehst aus, als stirbst du gleich, sagt Petersen; er meint es wirklich teilnahmsvoll und kann nichts dazu, daß es ein bißchen hoffnungsvoll klingt.Trotzdem, Höffgen kriegt es in den falschen Hals, und es sieht ganz so aus, als werde er sich in der nächsten Sekunde mit geballten Fäusten über den Tisch werfen und es ihm heimzahlen, diesem Typ, mit dem er das Zimmer teilen muß, dem in seinen Augen widerlichsten Kollegen, den er je hatte, seit er bei der Polizei ist - diesem, diesem . . .Reg dich ab! sagt Petersen warnend.Halt die Schnauze! brüllt Höffgen. Hab ich dich um deine Meinung gefragt?Da zuckt Petersen die Achseln, schreibt seinen Bericht weiter und beobachtet zur Vorsicht nur noch aus den Augenwinkeln, wie Höffgen die kaum angerauchte Zigarette zerquetscht und aus dem Zimmer rennt.Er rennt zur Toilette. Kaltes Wasser ins Gesicht. Er könnte weinen, wenn er es könnte . . . Dieser Anruf! Dieser fürchterliche Anruf von Helga, mit dem sie ihm mitteilt, daß sie überraschend für zwei Tage zu ihrer Familie nach Düsseldorf fahren muß, und das auch noch über das Wochenende. Diese gnadenlose Nachricht, die den Kriminalhauptmeister Edmund Höffgen in die Hölle stößt, in einen Abgrund von Einsamkeit und Verzweiflung . . .Er kann's nicht mehr aushalten.Den Rest der offiziellen Dienstzeit an diesem ersten Freitag im schwülen Juli starrt er in eine Akte, ohne auch nur einen einzigen Satz zu begreifen. Ratternde Räder hat er vor Augen, und jeder Schienenstoß bringt Helga weiter von ihm weg Er führt sich ganz schön hysterisch auf.Pünktlich auf die Sekunde verläßt Edmund Höffgen seine zweite Heimat im Polizeipräsidium, macht insofern Dienst nach Vorschrift, verabschiedet sich weder von Trimmel noch von den Kollegen und quält sich zu Fuß durch die Nachmittagshitze zum Hauptbahnhof. Im Interci-ty-Restaurant bestellt sich ein Mann, der von hinten aussieht wie Trim-7

Termékadatok

Cím: Hände hoch, Herr Trimmel! [antikvár]
Szerző: Friedhelm Werremeier
Kiadó: Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH
Kötés: Ragasztott papírkötés
ISBN: 3499422581
Méret: 120 mm x 190 mm
Friedhelm Werremeier művei
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