Bővebb ismertető
Vorwort
Dieses Handlexikon stellt wichtige Themen und Probleme aus dem Bereich der Politikwissenschaft in Form von selbständigen wissenschaftlichen Beiträgen lexikalisch angeordnet zusammen. Dabei haben sich infolge der Tatsache, daß die Politikwissenschaft ein integraler Bestandteil der Sozialwissenschaften ist, erhebhche Abgrenzungsprobleme ergeben. Was als pohtologisches Spezifikum bleibt, ist oft nur die facheigene Methodologie. Die inhaltUchen Überschneidungen, z. B. mit der Soziologie, der Ökonomie, der Jurisprudenz, der Psychologie, der Geschichte, sind vielfältig. Es wäre jedoch aus Gründen des Umfangs wie der personellen Kapazitäten unmöglich gewesen, alle entsprechenden Stichwörter in einem einzigen Band anzubieten; selbst aus dem engeren politikwissenschaftlichen Umfeld können z. B. nicht alle »Politiken« einzeln behandelt werden. Angesichts dieser Situation ist der Herausgeber bei der Auswahl der Stichwörter im wesentlichen pragmatisch vorgegangen. Die anhand der Systematik der Politikwissenschaft gewonnenen relevanten Gegenstands- und Problemfelder sowie herausragende Themen aus der wissenschaftlichen und politischen Diskussion wurden ergänzt durch Stichworthinweise von Kollegen und durch solche Stichwörter, die aufgrund ihres häufigen Auftretens in mehreren Beiträgen auch als selbständige Einheiten unerläßhch erschienen; nicht zuletzt kam es dem Herausgeber darauf an, einige in ähnlichen Lexika nicht vorkommende, (noch) unkonventionelle, die wissenschaftlichen Systemgrenzen überschreitende Beiträge mit Zukunftsbedeutung zu präsentieren. Auf diese Weise hat sich ein Spektrum von Stichwörtern ergeben, das die fachliche Begrenzung an vielen Stellen aufsprengt und im Sinne heutiger Interdisziplinarität das pohtikwis-senschaftliche Forschungsfeld als ein sozialwissenschaftliches transparent macht. Für das Fehlen weiterer, unschwer auszumachender Stichwörter gibt es Gründe. Zum einen mußten bestimmte Stichwörter deshalb vernachlässigt werden, weil sie primär einer anderen Wissenschaftsdisziplin genuin zugehören, zum andern, weil für manches Stichwort innerhalb der vorgegebenen Zeit kein Autor zu gewinnen war. Bei den eingeladenen Mitarbeitern handelte es sich durchweg um auf den jeweiligen Sachgebieten ausgewiesene Wissenschaftler mit vielseitigen Verpflichtungen und Interessen, die nicht immer mit den Zeitvorgaben des Herausgebers zu vereinbaren waren. Dennoch ist es gelungen, eine Vielzahl von Fachgelehrten sowie einige Praktiker für dieses Handbuch zu gewinnen. Nicht zuletzt spielte dabei die Repräsentanz unterschiedücher wissenschaftstheoretischer und methodischer Positionen - darin die Komplexität und Vielfalt des PoUtischen widerspiegelnd - eine erhebliche Rolle, ohne daß beabsichtigt gewesen wäre, eine wie auch immer zu definierende »Ausgewogenheit« zwischen den theoretischen Ansätzen herstellen zu wollen. Nomina sunt omina. (Idealiter müßte jeder einzelne Beitrag mehrfach, von mehreren wissenschaftlichen Standpunkten aus, behandelt werden.) Diese Plura-lität ist - ebenso wie das übergreifende thematische Auswahlprinzip - von vielen Kollegen während der Planung und Ausführung dieses Buches als außerordenthch positiv für die Sache selbst herausgehoben worden.
Allen Autoren wurden die gleichen formalen Vorgaben gemacht: klare begriffliche Erläuterung des Stichworts, seine problemgeschichtliche Entfaltung, die Darbietung von Situationsanalysen und Denkmodellen, ein möglichst hoher Informationsgehalt - all dies, soweit es sich auf einer begrenzten Seitenzahl reaUsieren ließe. Es war nicht zu erwarten, daß diese Forderungen infolge der individuell je unterschiedlichen Akzentuierung von Schwerpunkten gleichmäßig erfüllt werden würden. So stehen deskriptive Beiträge mit hoher Informationsdichte neben solchen mit starkem Theoriegehalt. Der Herausgeber hat sich auf geringfügige Kürzungen und Änderungsvorschläge sowie auf die wissenschaftlich-redaktionelle Bearbeitung beschränkt, die sich vor allem auf inhaltliche Klarstellungen, Datenanreicherungen und nicht zuletzt auf die Lesbarkeit richteten. Jeder Autor übernimmt die volle Verantwortung für seine Arbeit.
Die Beiträge in diesem Handlexikon repräsentieren die sozialwissenschaftlichen Forschungs- |
ergebnisse und insbesondere - cum grano salis - die materielle und formelle Vielfalt der !
Politikwissenschaft. Dies wird nicht zuletzt durch die zahlreichen, den wissenschaftlich interes- '
sierten Benutzer stimuUerenden Querverweise im Text sowie durch ein ausführUches Register !
deutlich gemacht. Da Lexikonbeiträge die Lektüre von Monographien nicht ersetzen können, \
wird am Ende eines jeden Artikels eine Auswahlbibliographie angeboten.
Insgesamt wird ein umfassendes, auf dem modernen Diskussions- und Forschungsstand befindli- i '
ches Handbuch zur Politikwissenschaft vorgelegt. Ein Unternehmen dieser Art wäre von einem '' ^
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