Bővebb ismertető
Die Idee zu der vorliegenden Publikation, die charakteristische Schátze der álteren Buchkunst aus dem Besitze der wissenschaftlichen Bibliotheken der Deutschen Demokratischen Republik vorweist, ist unmittelbar aus der bibliothekarischen Praxis erwachsen. Als die «Kommission für Handschriften und Inkunabeln» beim damaligen Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen 1956 in der Deutschen Staatsbibliothek eine groBe, gut vorbereitete Ausstellung «Handschriften aus zwei Jahrtausenden» zeigte, waren die Veranstalter selbst beglückt von dem Reichtum und der Schönheit der Dokumente, die, trotz schwerer Verluste im zweiten Weltkrieg, der Öffentlichkeit zugánglich gemacht werden konnten. Damals wurde der Vorsitzende dieser Kommission, Professor Dr.Willi Göber, dafür gewonnen, eine reprásentative Veröffentlichung zur Buchkultur auf der Grundlage der Bestánde in den Bibliotheken der DDR vorzubereiten, und zwar von den áltesten Zeiten bis zur Gegenwart. Sein früher Tod vereitelte die Ausführung dieses Planes. So ging das Anliegen wieder an die dafür zustándige Kommission zurück. Nach der Durchführung anderer und vordringlicher Aufgaben, die die Verpflichtung zur Pflege, Sicherung und ErschlieBung des kulturellen Erbes diesem Grémium von Fachexperten auferlegte, habén die Nachfolger im Vorsitz der Fachkommission, Dr. Hans Lülfing, Professor für Geschichte des Buch- und Schriftwesens, sowie Dozent Dr. Hans-Erich Teitge, Direktor der Handschriftenabteilung/Literaturarchiv der Deutschen Staatsbibliothek zu Berlin, ihre Bereitschaft gezeigt, sich dieses Vorhabens anzunehmen. Mit Unterstützung zahlreicher wissenschaftlicher Bibliotheken, denen für ihre bereitwillige Hilfe zu danken ist, habén die beiden Bearbeiter dieses Bandes aus der Füllé der literarischen und buchkünstlerischen Dokumente des álteren Buchwesens bedeutende und aussagekráftige Proben ausgewáhlt und kommentiert. Herr Professor Dr.H. Lülfing hat dem materialreichen Band eine ausführliche buchgeschichtliche Studie beigesteuert.