Bővebb ismertető
Vorwortlm Jahre 1977 ersehien der letzte Band des von Ruth Klappenbaoh und Wolfgang Steinitz herausgegebenen Wörterbuchs der deutschen Gegenwartssprache (WDG). Seit der Gründung dieses Wörterbuchunternehmens im Jahre 1952 sind dreiBig Jahre vergangen. In dieser Zeit habén sich gesellschaftliche Veranderungen vollzogen, die auf das gegenwartige Deutsch und seine Normen nicht ohne Auswirkungen geblieben sind.Die Sprachwissenschaft hat in der DDR und in den anderen deutschspraehigen Landern in den letzten zwanzig Jahren durch die Hinwendung zur synchronischen Betrachtungsweise der Sprache einen bedeutenden Erkenntniszuwachs zu verzeichnen. Systemorientierte For-sohungen, Forsehungen zur Semantik, Valenz, Fragen naoh den Beziehungen zwischen Sprache und Gesellschaft, soziolinguistische Untersuchungen sind in den Vordergrund gerückt. In der lexikographischen Praxis führte dies zum Überdenken der überkommenen theoretischen Grundlagen und Darstellungsmethoden und zur Prüfung der Anwendbarkeit der neugewon-nenen Erkenntnisse.Das vorliegende Wörterbuch ist an der Akademie der Wissenschaften der DDR erarbeitet worden. Es dient der Förderung der Sprachkultur, wendet sich an einen weitgéfaBten Be-nutzerkreis und ist auch fiir die Schulen geeignet.Das Handwörterbuch beschreibt das gegenwartige Deutsch, den heute sprachiiblichen Be-reich des Wortschatzes. Es verzeichnet etwa 60000 Stichwörter mit ihren verschiedenen Bedeutungen und Verwendungen, stellt ihre semantischen, graphischen, grammati,schen, stilistischen und in gewissem Umfang auch ihre lautlichen Gebrauchsnormen dar und ist in diesem Sinne normativ.Dem auf Arbeiten zum sechsbándigen Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache basie-renden zweibandigen Handwörterbuch liegt eine neue Konzeption zugrunde, die vor allém in der Darstellung semantischer Beziehungen, der Kontextverwendung und im stilistischen und lautlichen Bereich neue Wege geht. So werden die in den Definitionen verwendeten Synonyme durch die Angabe ihrer Gliederungsziffer für den Benutzer eindeutig gemacht; die phraseolo-gischen Einheiten, im WDG meist als Teil der Kontextverwendung abgehandelt, werden als eigenstándige Mehrwortlexeme am Ende der Stichwörter dargestellt. Die Stichwörter sind streng alphabetisch angeordnet. Auf die Zitierung von Belegstellen wird aus Platzgriinden verzichtet.Berlin, im Marz 1982Der Herausgeber