Bővebb ismertető
Organisation" ist in mehreren Wissenschaften und Bereichen des taglichen Lebens ein haufig verwendeter Begriff. In der Wirtschaftswissenschaft ist er ebenso geláufig wie in den Sozialwissenschaften, der Rechtswissenschaft, der Philosophie oder in den Natúr wissenschaften. Die Diskussion organisatorischer Probleme wird in zunehmendem Mafie durch zwei Tatbestande bestimmt: durch eine standige Fortentwicklung und Veranderung der in Wissenschaft und Praxis vertretenen Konzeptionen sowie durch eine wachsende Verzweigung und Überlagerung der verschiedenen Ansatzpunkte, die vor allém dem interdisziplinaren Aspekt organisatorischer Fragestellungen eine steigende Bedeutung zuweisen. Es scheint aus diesen Grundén sinnvoll zu sein, im Rahmen eines breit angelegten Handwörterbuches einen reprásentativen Überblick über die bisherigen Ergebnisse und Entwicklungstendenzen zu geben. Diese Bestandsaufnahme, die für Forschung und praktische Anwendung gleichermafien wichtig ist, hat sich das Handwörterbuch der Organisation" (HWO) zum Ziel gesetzt. Das HWO tragt der Vielschichtigkeit und Komplexitat des Organisationsphánomens in mehrfacher Weise Rechnung. Ein wesentlicher Akzent liegt auf den Fragestellungen der Betriebswirtschaftlichen Organisationslehre, die im Verlauf der letzten zwanzig Jahre grofie Bedeutung gewonnen hat. Weiterhin werden neben grundlegenden Beitragen, die u. a. wissenschaftstheoretische und mathematische Probleme behandeln, auch Ansatze der Soziologie, Sozialpsychologie, Psychologie, Systemiheorie, Kybernetik, Ingenieurwissenschaft und anderer Wissenschaften berücksichtigt. Diese Aufgeschlossenheit gegenüber den Beitragen aller relevanten Disziplinen ist eine unumgángliche Konsequenz der Arbeitsteilung in der Wissenschaft. Angesichts starker Tendenzen zu einer Integration der verschiedenen Richtungen zu einer inter disziplinaren Organisationstheorie ware die einseitige Beschrdnkung auf die Ergebnisse eines Fachbereichs unfruchtbar und anachronistisch. Obwohl der Hauptakzent auf den organisatorischen Eigenarten und Problemen von Unternehmungen liegt, befafit sich das HWO auch mit den Strukturen einer Reihe anderer wichtig er Institutionen, wie z.B. von Genossenschaften, Gewerkschaften, Kirchen, Partéién und der öffentlichen Verwaltung, da diesen ebenfalls eine bedeutende organisatorische Problematik innewohnt. Das HWO wendet sich gleichermafien an Wissenschaft und Praxis. Für die wissenschaftliche Auseinandersetzung in Forschung und Lehre wird das Werk Aufschlufi über den gegenwartigen Stand geben und die unterschiedlichen Ansatze aufzeigen. Weiterhin soll es - aufgrund einer grófién Zahl von Beitragen angesehener Autoren aus der Praxis - den Austausch praxisorientierter Ergebnisse ermöglichen. Schliefilich ist es Aufgabe des Werkes, die Kommunikation organisatorischen Wissens zwischen Theorie und Praxis zu fördern. Im Aufbau folgt das HWO dem bewáhrten Prinzip der alphabetischen Ordnung der Artikel. Durch insgesamt 225 zentrale Stichworte wird der Leser in knapper und praziser Form informiert. Grofier Wert wurde auf bibliographische Hinweise gelegt; ein umfangreiches, chronologisch geordnetes Literaturverzeichnis am Schlufi eines jeden Artikels soll das Auffinden der Spezialliteratur erleichtern. Das Sachwort- und Namenregister ermöglicht eine schnelle und umfassende Information. Das HWO setzt in Zielsetzung und Aufbau bewufit die Tradition des Handwörterbuchs der Betriebswirtschaft" (HWB) fort, das seit nunmehr vierzig Jahren im C.E.Poeschel Verlag erscheint. Dem Verlag sei vielmals gedankt für das Interesse, das er mit der Veröffentlichung dieses Werkes der aufstrebenden Organisationstheorie gegenüber bekundet, und für die Unterstützung, die er dem Herausgeber gewáhrt hat. Zur Mitarbeit am HWO konnten insgesamt 135 namhafte Autoren aus dem In- und Ausland gewonnen werden, die das breite Spektrum unterschiedlicher Denk- und Sichtweisen reprásentieren und deren Aussagen im Interesse der Ziele des HWO bewufit nebeneinander gestellt wurden. Ihnen allén gilt mein besonderer Dank dafür, dafi sie durch ihre Beitrage und Anregungen dieses Werk ermöglicht habén. Nicht zuletzt möchte ich meinem Mitarbeiter, Herrn Dipl.-Kfm. Bernd Janowsky, für die sorgfaltige und mühevolle redaktionelle Betreuung und Koordination der Beitrage herzlichst danken. Köln, im Herbst 1968 Erwin Grochla