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EINLEITUNG
D ie Geschichtsschreiber des japanischen Holzschnittes beginnen im allgemeinen mit dem Werke Harunobus ein neues Kapitel, oder aber öfter noch eine neue Epoche, vor der sie alle berühmten Namen der Vorgänger Harunobus unter der Bezeichnung der „Primitiven" zusammenfassen. Selbst wenn von der Entwicklungsfrage abgesehen, die Namen der japanischen Holzschnittmeister nur in Hinsicht auf den Umfang und das künstlerische Niveau ihrer Arbeiten genannt werden, wird Harunobu immer einer der ersten Plätze angewiesen. Seine Blätter bildeten den Inhalt selbständiger Ausstellungen, monographischer Studien, Bücher, Artikel und Kataloge in Europa, Amerika und Japan.
Eine kleinere Ausstellung der Drucke Suzuki Harunobus (60 Blätter) wurde schon im Jahre 1905 imCacton Club in Chicago veranstaltet. Eine große Kunstausstellung zum Gedenken des zweihundertsten Geburtsjahres Harunobus fand im Jahre 1925 in Tokyo statt. Das Musée des Arts Décoratifs in Paris veranstaltete im Jahre 1910 eine große Ausstellung der Werke Harunobus, Koryusais und Shunshos.
Am häufigsten pflegt Harunobus Beitrag zur Entwicklung des Mehrfarbendruckes betont zu werden. Kurth vermeint, es handle sich weniger um einen Beitrag zur Entwicklung des Druckverfahrens, als vielmehr zur Entwicklung der Farbkomposition. L. Bachhofer sieht Harunobus ureigensten Anteil in der erstmaligen Einführung von zarten Formen in den Stil des Holzschnittes. L. V. Ledoux würdigt den thematischen und inhaltlichen Beitrag von Harunobus Schaffen, das er als „eine Vision des Frühlings, des Lebens und der Liebe" charakterisiert, während W. Boller seine Virtuosität in der Verwendung symbolischer Andeutungen aufs