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eastes kapitel
Sorrell mühte sich, die Riemen des kleinen, braunen Koffers zu schließen, aber der Koffer war alt und bis zum Rande voll. Er mußte sehr vorsichtig zu Werke gehen.
„Komm, Kit, setz dich einmal auf das Ding."
Der Knabe saß rittlings auf einem Stuhl neben dem Fenster. Sein Interesse galt gleichzeitig seines Vaters Bemühungen um den Koffer und einer Partie Fußball, die von einer Anzahl äußerst schmutziger und ebenso lärmender, kleiner Buben in Lavender Street ausgefochten wurde.
Christoph hockte sich auf den Koffer. Er war ein sonnengebräunter Junge von elf Jahren mit ernstem Gesicht und plötzlichem, strahlendem Lächeln. Seine gebeugten Knie verrieten die Abgetragenheit seiner Hosen.
„Du mußt behutsam sein," sagte Sorrell.
Des Vaters schwarzes Haar befand sich dicht neben des Knaben braunen Locken. Auch Sorrells blauer Sergeanzug glänzte speckig. Seine lange Gestalt mit den gerundeten Schultern beugte sich ängstlich über den Koffer, sein Gesicht sah blaß und gespannt aus. Neben dem Knaben machte er einen verwitterten, gebrechlichen Eindruck.
„Jetzt den zweiten Riemen, alter Junge. Kann's mir nicht leisten, grob zu verfahren. Mit Vorsicht geht's."
Sorrell war ein wenig außer Atem und sprach in kurzen, abgerissenen Sätzen, während er sorgfältig die Riemen anzog. Das Reißen eines Riemens hätte eine Katastrophe bedeutet, denn die Krampe des Schlosses funktionierte nicht, und die Sorgfalt von des Mannes schmalen und durchgeistigten Händen verriet die Gefahr eines so alltäglichen Unfalles. Seine Finger arbeiteten vorsichtig, aber nervös.