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1. Kapitel
»Bin gleich wieder da«, murmelt Mama und wankt zur Toilette. Sie ist grün im Gesicht. Kein Wunder bei dem Seegang. Die Fähre schwankt ganz schön. Gerade neigt sie sich heftig nach rechts. Ich halte mein Colaglas fest und schaue zu, wie Mamas Kaffeetasse über den Tisch rutscht. Ganz langsam. Aber bevor sie herunterfällt, rollen neue Wellen heran und das Schiff schwankt nach links.
Im Aufenthaltsraum sitzen nur wenige Passagiere. Das muss am Wetter liegen. Regen und Windstärke sieben. Wer will da schon auf eine Insel? Ich jedenfalls nicht. Aber ich muss.
Als Mama von der Toilette zurückkommt, hole ich die Zigaretten aus meiner Jackentasche und zünde mir eine an.
»Muss das sein?«, fragt Mama.
Ich ziehe an meiner Zigarette und inhaliere den Rauch.
Mama trinkt einen Schluck Kaffee und murmelt: »Gott, ist mir schlecht.«
»Selbst schuld«, sage ich.
Mama seufzt. »Was soll denn das jetzt schon wieder heißen?«
Ich starre aus dem Fenster, aber es gibt nicht viel zu sehen. Nur Wasser. Das Meer ist dunkelgrau mit kleinen, weißen Schaumkronen auf den Wellen. Der Himmel ist auch grau. Und der Regen klatscht gegen die Scheiben.
»Furchtbares Wetter«, sagt Mama und seufzt noch einmal.