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»Das ist keine faire Herausforderung«, sagte Hector Frayney leicht vorwurfsvoll. »Was ich auch sonst alles getan haben mag — einen Mord habe ich nie begangen. Das wissen Sie.« Lord Dunston zog an seiner Zigarre und stieß genießerisch den Rauch aus. Langsam schwebte er über den an der steinernen Balustrade der Terrasse stehenden Eßtisch. Superintendent Roth, der an der Balustrade lehnte, paffte geistesabwesend auch eine Rauchwolke aus, die sich mit der ersten mischte. »Sicher, aber verspüren Sie nie den Drang«, fuhr Lord Dunston fort, »dieses schwerste aller Verbrechen zu begehen? Ohne bösen Vorsatz natürlich.«
»Ohne bösen Vorsatz«, erwiderte Hector leise, »wäre es noch viel schlimmer.«
»Ich habe oft Lust, jemanden umzubringen«, sagte Roth, »und zwar aus purer Bosheit. Wenn wir Sie je erwischt hätten, Hector «
»Dann hätten Sie mich zu Lord Dunston gebracht, und der hätte mich eingebuchtet, bis ich schwarz werde. Sie tun sich selbst unrecht, Charlie, wenn Sie sagen >aus purer Bosheit<. Es ist Ihnen nie auch nur in den Sinn gekommen, mir eine Falle zu stellen, die eventuell tödlich für mich hätte sein können. Dazu sind Sie viel zu sehr Polizist.«
Roth nickte. »Es ist immer noch mein größter Wunsch, Sie vor Gericht zu bringen, Hector«, gab er grimmig zu. »Und vielleicht wird mir das auch noch einmal gelingen.« Hector schüttelte lächelnd den Kopf. »Ich habe mich zur Ruhe gesetzt. Jeder weiß das, Charlie. Sie könnten mir nicht das geringste anhängen.«
Der Eßtisch war nicht abgeräumt. Das wurde er nie, wenn Lord Dunston, Superintendent Roth und Hector Frayney, der ehemalige Ganove, Kriminalspiele ausheckten. Voll Bedauern fragte Roth: »Sie nehmen die Herausforderung also nicht an?«
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