Bővebb ismertető
Ein bedeutender Teil des Wasservorrates der Erde ist in Form von Seen, Flüssen, Meeren auf der Oberfláche zu finden. Doch gewaltige Mengen birgt auch das Erdinnere. Die unterirdischen Wásser entstehen zum Teil aus dem Niederschlag, zum Teil entstammen sie dem Dampf der glühenden Gesteine in der Tiefe der Erde; ihre Zusammensetzung wird durch das Gestein bestimmt, durch das sie durchsickern. Das Mineralstoff enthaltende Wasser kann aus den unterschiedlichsten Tieten, bereits bei einigen Metern bis zu mehreren Tausend Metern entspringen. Die Wassertemperatur bewegt sich innerhalb sehr breiten Grenzen, je nach dem wie hoch der geothermische Gradient im betreffenden Gebiet ist. Darunter verstehen wir jenen in Metern ausgedrückten Tiefenabschnitt in Richtung zum Erdinneren, entlangdessen die Temperatur um 1°C steigt. In Európa betrágt der Durchschnittswert des geothermischen Gradienten 33 Meter. In Ungarn liegt dieser durchschnittliche Wert bei 18 Metern, stellenweise betrágt er sogar nur 15 Meter. Der Thermalwasservorrat der einzelnen Lánder ist je nach den geologischen Charakteristiken des betreffenden Gebietes áusserst unterschiedlich. Ungarn nimmt diesbezüglich nicht nur in Európa, sondern weltweit eine Ausnahmestellung ein. (Die Thermalwasserergiebigkeit betrágt fast 500 000 Kubikmeter pro Tag). Ein bedeutender Teil des Thermalwassers entspringt natürlichen Quellen und ergiesst sich entlang der Bruchlinien der Gesteine auf die Erdoberfláche, ein geringerer Teil wird durch Bohrungen gewonnen. Vom geologischen und medizinischen Gesichtspunkt aus kann das Wasser in folgende Gruppén eingeteilt werden: Thermalwasser nennen wir jenes Wasser, dessen Temperatur standig höher ist als die mittlere Jahrestemperatur an dem Ort des Vorkommens. (Aufgrund einer internationalen Vereinbarung betrágt dieser Wert bei Quellen 20°C, bei Bohrbrunnen 25°C.) Als Mineralwasser wird jenes Quell- oder Brunnenwasser bezeichnet, das einen Feststoffgehalt von mindestens 1000 mg pro Liter aufweist, oder von irgendwelchen selten vorkommenden, biologisch aktiven Elementen, bzw. Verbindungen eine Menge enthált, die einen bestimmten Schwellenwert übersteigt, z. B. Bárium /Ba++/ 5 mgr /1, Fluor/F-/ 2 mgr/1, Sulfid /S~/ 1 mgr/1./ Als Heilwasser gilt jenes Mineralwasser, das eine durch árztliche Beobachtungen und Versuche bestátigte Heilwirkung aufweist. (In Ungarn ist aufgrund chemischer und medizinischer Untersuchungen, auf Vorschlag der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, der Minister für Gesundheitswesen berechtigt, ein Mineralwasser als Heilwasser zu qualifizieren.)