Bővebb ismertető
VorwortAngesichts des factum brutum der verwirrenden Mannigfaltigkeit der verschiedenartigsten Untersuchungen in bezug auf das Ganze oder einen Teil der Spinozanischen Ethik, scheint die Frage schwerlich vermeidbar, welche Überlegung nämlich das Unterfangen zu legitimieren oder mindestens vernünftig erscheinen zu lassen vermag, ein neues Büchlein über die Ethik zu publizieren.Wie ich es jetzt sehe - und das wird sicherlich keine allzu große Überraschung hervorruf en könnte das, was in einer solchen Überlegung durchdacht wird, in einer eigenartigen Perspektive bestehen, welche die durch jahrzente-lange Forschungsarbeit angesammelten Materialien in eine neue Ordnung zu fügen imstande ist. Perspektivenwechsel findet nun nicht nur zwischen zeitlich voneinander getrennten Perioden statt, sondern er wird auch Zustandekommen, wenn wir von einem Gebiet zu einem anderen, räumlich entfernten hinübergehen. Diese Art Entfernung aber - und besonders wenn sie sich mit Unfreiheit in politischem Sinne paart1 -, hört nie auf, die Herausbildung von individuellen Betrachtungsweisen zu begünstigen, in deren Zentrum irgendwie die Freiheit im Sinne von Autonomie steht. Daß am östlichen Rande Mitteleuropas diese Art 'perspektivistischer' Individualität sehr stark da ist, wurde in der Kunst, der Musik, der Literatur schon seit langem anerkannt. Seit den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts aber gab es eigentlich kaum einen Forscher, der der 'gebildeten Umwelt' diese eigenartige Perspektive in der Spinoza-Forschung zu vermitteln versucht hätte. Es scheint also eine gewichtige Aufgabe zu sein, den gewissermaßen vielleicht in der Tat eigenartigen Ton dieser Region auch auf diesem Gebiet nicht allzu früh erklingen zu lassen.Sollte aber in den folgenden Seiten eine Antwort auf die geschilderte Herausforderung zu geben versucht werden, so bedeutet es keineswegs, daß ich meine Arbeit der streng sachlichen Kritik etwa entziehen möchte. Ganz im Gegenteü. Wenn nämlich der Verfasser eines solchen Versuchs sich mehr als ein 'egzotisches Tier' erweisen möchte, scheint es unerläßlich, die Spielregeln der Wissenschaftliclikeit jener Welt zu akzeptieren, der er sich anzupassen gerade im Begriffe steht. Die Engpässe dürfen bei der Beurteilung einer wissenschaftlichen oder philosonh isehen I-eistuiig keineswegs eingerechnet werden.7