Bővebb ismertető
Durch den Schlamm der Straßen ziehen graue, verdreckte, abgehärmte Menschen, rumpeln auf schwankenden Rädern Karren und Wagen, bleiben im knietiefen Morast stecken und werden eins mit dem Brei russischer Landstraßen. Die Menschen mit den starren Gesichtern, in denen der Hunger sich eingräbt wie ein Pflug seine Schneide in den Acker, gehen um die Pferde herum, die nicht mehr weiter können, stumpf, stumm, mit leeren Blicken, teilnahmslos. Einer zieht an einer Pfeife, die schon vor Tagen erlosch, ein anderer kaut an einer Brotrinde, die er im Sand seines Brotbeutels fand - und so ziehen sie über Sümpfe und durch Wälder, durch Steppe und Sand, über Berge und vorbei an Seen, durch Schnee, Eis, Regen, Sonne und Sturm . . . endlose Kolonnen, grau, verdreckt, müde, ein Heer des Schweigens und der Trauer deutsche Soldaten auf dem Rückzug aus Rußland.
Sie fragen nicht, warum man sie in diese Ode schleuderte, sie klagen nicht das Schicksal an, sie fluchen auch nicht den wenigen Sterblichen, die mit einem Federstrich Millionen in die Wälder und in das Grauen der östlichen Weiten jagten sie sind zu müde, um zu fluchen; zu traurig, um zu sprechen und zu stumpf geworden im erlebten Grauen, um zu denken. Sie kennen nur noch eins: laufen. Endlos in die Ferne laufen; dorthin, wo ihre Heimat liegt, ihr Vaterland -Deutschland. Wo der Hof ist und die Frau, wo die Kinder sind und die alte Mutter, die beim Abschied die Schürze an die verweinten Augen drückte. Sie wissen nur eins: Heraus aus dieser Hölle des Ostens, fort aus dem Grauen der Vernichtung.
Inmitten der endlosen Kolonnen geht ein Mann, verdreckt wie die anderen, die Pistole offen im Gürtel, über den Rük-ken eine Zeltplane geworfen. Und bei jedem Schritt, den seine Beine automatisch setzen, wippt die schief sitzende