Bővebb ismertető
V on jeher hat der Mensch eine Abneigung gegen alles frosch- und schlangenáhnliche Getier. Welch schauerliche Marchen, die man von dem „abscheulichen Gewürm" zu berichten wuBte, habén sich nicht bis in unsere Zeit erhalten können, ohne dabei wesentliche Ánderungen zu erfahren.
In der griechischen Mythologie spielte das Reptil eine bedeutsame Rolle. Der Gott Asklepios nebst seiner Tochter Hygiea trugen eine Áskulapnatter zum Zeichen ihrer Kraft. — Die Bilder der altén Meister erzáhlen von den gefürchteten Gestalten, deren Körperkráfte mensch-liche Vorstellung kaum zu fassen vermag. Man denke an DÜRERS vier-beinigen, geflügelten Drachen, der sieben teuflische Köpfe besaB. Auch in alte naturwissenschaftliche Schriften wurde der Drache auf-genommen. In seinem Schlangenbueh bringt der Züricher Tierkundler Conrad Gesner (im 16. Jahrhundert) ein durch Holzschnitte illustriertes Kapitel über den Drachen: „De Dracone". Aus all dem erklárt sich der noch heute sehr verbreitete Aberglaube. Es herrschen da die krassesten Gegensátze: entweder Verfolgung oder heilige Verehrung. Man dichtet der Kröte an, daB sie mit ihrem „Schleim" das Wasser eines Brunnens vergifte. Der Gártner hingegen betrachtet „die gute Kröte" als Freund, ja als Schutzgeist des Hauses. — Der Schlange sagt man wunderliche Eigenschaften nach; ihr bannender Blick sei nicht zu ertragen; List und Tücke schreibt man ihr zu und behauptet sogar, sie sei zum Kriechen verdammt worden.
Merkwürdig ist gegenüber dieser Abscheu vor dem Reptil, daB die Haut gewisser tropischer Schlangen vom Menschen als Material zur Herstellung von Schuhen, Taschen und Luxusartikeln verarbeitet wird. Weder beim Hersteller noch beim spáteren Besitzer solcher „kostbaren Dinge" tauchen seltsamerweise schauerauslösende Vorstellungen oder Gedankengánge auf. — Die nackte Haut des Frosches und der sich windende Schlangenleib gelten meist als etwas AbstoBendes. Es falit aber niemandem ein, den schlangenáhnlichen Aal seiner Gestalt wegen zu verurteilen und von der menschlichen Speisekarte zu streichen. — Frösche gelten weder als „schön" noch als appetitanregend, und doch bilden mancherortsFroschschenkel eine wahreDelikatesse. Anscheinend