Bővebb ismertető
Der Friedhof liegt in einem Waldstück, und wenn die Gefangenen zur Feldarbeit ausrücken, seben sie die schwárzlichen Holzkreuze zwischen den hellen Birkenstámmen. Martin schaut jedesmal hinüber. Sein kleines, mageres Gesicht wirkt unter der Pelzmütze wie ein Dreieck. An diesem nafikalten Septembermorgen stellt er sich einen frostklirrenden Tag mitten im Winter vor: Zwei Mánner hacken die tiefgefrorene Erde auf. Eine mühevolle Arbeit. Einen Meter tief muft die Erde aufgebrochen werden. Die Totengráber kommen dabei ins Schwitzen, fluchen auf die beschissene Zeit, auf die Gefangenschaft, auf den Tod, den Eiswind, den gefrorenen Boden. Und sie rauchen eine Selbstgedrehte. Wahrscheinlich teilen sie sich eine. Dann lassen sie eine Kiste aus ungehobelten Brettern in die Grube hinunter. Steinharte Erdbrocken poltern auf den Sargdeckel. Zuletzt rammen sie ein Holzkreuz ein. Darauf steht: Martin Stein, geb. 1928, gest. 1947. Vielleicht bleiben die Mánner einen Augenblick stehen. Die Pelzmützen können sie aber wegen der Kálte nicht abnehmen. Vielleicht sagt der eine: Neunzehn ist er geworden. Und der andere sagt: Der wollte einfach nicht mehr. Dann kehren sie dem frischen Grab den Rücken. Und bald hat Schnee den Hügel zugedeckt. Im Sommer wáchst Gras darauf und vielleicht eine wilde Juniblume, die der Wind von den Waldwiesen herübergetragen hat. Bald aber habén Hitze und Regen die Inschrift ausgebleicht und verwaschen. Nur mühsam kann man den Namen lesen. Aber es kommt niemand, der das will. Jahre spáter neigt sich das morsche Holz-