Bővebb ismertető
VORWORTDie Welt, in der wir leben, ist nicht nur die Welt der Natur und der Wohnort für die Völker. Welt ist auch das, was der Mensch hervorbringt, was er zu Kulturen gestaltet, was er denkt und wie er nach den Einsichten seines Denkens lebt. Auch die Ordnungen unseres Zusammenlebens sind ein Stück Welt. Endlich reicht von oben in sie hinein die Offenbarung Gottes, sein Zeugnis in der Geschichte. Wir stehen als Menschen inmitten dieser Welt, leben von ihren Gütern und mehren sie durch unser Tun. Allein, das genügt uns nicht. Es treibt uns, zu wissen, wie wir in dieser Welt stehen, welchen Sinn ihre Erscheinungen für unser Leben haben, wie sie mit anderen zusammenhängen und welcher Wert ihnen zukommt im Ganzen der Welt, gestern und heute. Indem wir so forschend um uns blicken, um den vermuteten Sinn des Ganzen der Welt zu erkennen und unseren Standort in ihr zu finden, wird uns deutlich, daß der Horizont unseres Blickfeldes sich nicht deckt mit dem Horizont der Welt. Wir müssen das hinnehmen. Doch erstreben wir jenseits des Wunsches nach Erweiterung unseres Wissens und Vertiefung unserer Einsicht vor allem, daß wir die Ordnung erkennen, welche die vielfältigen Erscheinungen der Welt zu einem sinnvollen Ganzen verbindet. Nicht sosehr damit wir das wissen, sondern damit uns bewußt wird, in welchem Verhältnis wir zur Welt stehen, und im Bedürfnis, uns selbst zu ordnen. Soweit das gelingt, lösen wir uns aus der Verstrickung in die unverstandenen Zusammenhänge und werden frei, den an den Menschen ergangenen Auftrag zu erfüllen, die Welt geistig zu beherrschen.Dazu will dieses Werk beitragen. Es führt den Leser über das Bild des personalen Menschen in die Grundlagen und Ordnungen des Zusammenlebens, deutet sein Verhältnis zur Welt des Berufes, schreitet weiter hinaus in die Bereiche der Natur, der Wissenschaft und der Kultur, um nach einem Umriß unserer geschichtlich gewordenen Gegenwart schließlich die letzten Fragen nach dem zu stellen, was hinter der Welt als ihr Grund und ihr Ziel aufscheint. Die Fragestellung des Werkes ist weltoffen in der Art jener, die noch kein Spezialwissen suchen, sondern umfassend fragen. Darin entspricht sie insbesondere der Fragestellung des jungen und auch jenes Menschen, der mit dem fachgebundenen Denken der Wissenschaft unvertraut ist. Die Ausführung breitet die Gegenstände der Welt des Geistes und der Natur aus, um darstellen zu können, wie sie untereinander und mit dem Denken, Handeln und Gestalten des Menschen nach der Einsicht des Christen zusammenhängen. Das Werk hat mit dieser Anlage neben dem Charakter eines Lesebuches auch den eines Nachschlagewerkes. Der Gebrauch als Nachschlagewerk wird erleichtert durch ein übersichtlich gegliedertes Inhaltsverzeichnis und durch das Register. Außerdem finden sich im Text bestimmte Stichwörter in Kursiv. Diese Stichwörter sind noch weiter ausgeführt in Herders Volkslexikon". Innerhalb des Textes und in einer besonderen Abteilung vor dem Register sind weiterführende Bücher zu den einzelnen Kapiteln des Werkes aufgeführt. Diese Literatur ist nicht unter dem Gesichtspunkt des Fachbuches und auch nicht mit dem Ziel der Vollständigkeit zusammengestellt, sondern dient dem Zweck, auf Bücher hinzuweisen, die tiefer in die geistigen Zusammenhänge einführen. Das Buch entstand als gemeinsames Werk der Autoren und des Verlags. Für die Bereitschaft der Autoren, ihr Wissen, ihre Arbeit der Werkform einer Bauhüttengemeinschaft unterzuordnen, sei ausdrücklich gedankt.