Bővebb ismertető
Ich übergebe dem Publikum ein Buch, dessen Manuskript rund zwanzig Jahre in meiner Schreibtischlade geruht hat. Der Verfasser, G.A., mein Freund und Schulkollege aus dem Gymnasium in der Marko-Gasse zu Budapest, ließ mir das Manuskript mit dem Wunsch zukommen, daß ich es nach beendeter Lektüre vernichten solle. Warum ich seinem Verlangen nicht Genüge tat, wird der Leser sicher verstehen, sobald er das Buch zu Ende gelesen hat. Mein Freund G.A. ist vermutlich schon aus den Reihen der Lebenden geschieden, und so habe ich seine Vorwürfe nicht zu befürchten, andererseits werden vielleicht einige Leser des Buches die heiteren, unterhaltsamen Minuten, die das Resultat meiner Untreue sind, dankbar genießen. Meine Aufgabe ist lediglich, den Autor mit einigen Worten vorzustellen und zu erzählen, wie das Manuskript zu mir gelangte.
G.A. war im Alter von vierzehn Jahren von Debrecen nach Budapest gekommen, in die V. Klasse des Gymnasiums in der Marko-Gasse. Sein Vater war ein armer Steinmetzmeister, der seinem ältesten Sohn den Schulbesuch nicht hätte ermöglichen können, hätten nicht Lehrer und Direktor der Volksschule dem blitzgescheiten und begabten Kind hilfreich zur Seite gestanden; sie erwirkten für G.A. den Erlaß des Schulgeldes, zuerst im Debrecener, dann im Budapester Gymnasium. Dort lernten wir einander kennen, aber Freundschaft schlössen wir erst drei Jahre später, in der VII. Klasse. G.A. ein wortkarger,verschlossener, mit niemandem befreundeter Bursche; ein Zufall - den zu erzählen hier zu weit führen würde - bewirkte, daß er mir einmal seine Hand entgegenstreckte, und von da an durchwanderten wir Arm in Arm einige schwärmerische Jugendjahre. Es war bezeichnend für seine Verschlossenheit, seine jungfräuliche, unbändige und eigensinnige Härte, daß wir schon im Dickicht unserer Freundschaft wandelten, als ich - wiederum durch einen Zufall - erfuhr, daß er damals eine Zeitlang Maler werden wollte: Er war noch Gymnasiast, als die Kunsthalle zwei
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