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Prolog
Breitet der Riesenadler seine Schwingen vor das Licht der Sonne, so liegt das Land im Schatten. Ein einziger Flügelschlag bewirkt hier Dunkelheit, so eng liegen seine Grenzen beieinander. Die Meereswogen rollen an den weißen Küstenstrand. Dem stolzen, kühnen Adlerauge mag es scheinen, als brächen sich die Wellen erst am Fuß der Berge, die Klippen gleich der grünen Flut entsteigen.
Von Whinlatter bis Black Combe ziehen ohne Unterlaß die Wolken. Die Bergseen schauen gleich starren schwarzen Augen ihrem Treiben zu. Und die Farben und Muster, die die Wolken auf die Berge zeichnen, wechseln immerzu. Der Adler sieht die Schatten langsam steigen, sich gleichsam von den Knien erheben und den Scaffell und den Gable immer mehr umhüllen. Er sieht der Screes schroffe, dunkle Flanken rein gewaschen vom Regen und die violetten Zinnen von Borrowdale jäh im goldnen Strahl der Sonne aufblitzen.
So winzig ist dies Land, daß des Adlers Schwingen es ganz zu umfassen vermögen. Doch gibt es auf der Welt keinen Boden, der zugleich so kahl und so üppig reich, so friedlich sanft und so wild und einsam wäre.
Vom Meere her, vom See, vom Fluß tönt ewig ein Fließen, Rinnen, Rauschen. Das starke Volk ist mit der Krume seiner Erde tief verwachsen, ist frei und unabhängig.
Dem Flug des Adlers sind zweihundert Jahre kaum mehr als ein Tag - das Menschenleben in seinem heißen Mühen und Ringen um Unsterblichkeit ist ewig.