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Patrícia Highsmith Der Psychoanalytiker Dr.Felix Bauer starrte aus dem Fenster seiner im Erdgeschofi liegenden Praxis in der Lexington Avenue. Für ihn walzte sich der Nachmittag nur noch zahflüssig dahin - einem Gewasser vergleichbar, dessen Strömung unmerklich die Richtung verloren hatte. Der Verkehr war dichter geworden, in der gleifienden Sonne qualten sich die Wagen Meter um Meter auf die Verkehrsampeln zu. Die Chromteile der Autós glitzerten und schwelten wie weiSglühende Lohe. Dr. Bauers Praxis war vollklimatisiert und daher angenehm kühl. Doch irgend etwas - sei es die Logik oder sein in Wallung geratenes Blut - sagte ihm, dafi es heifi war. Die Hitze schlug ihm aufs Gemüt. Er blickte auf seine Armbanduhr. Mifí Vavrica, die für drei Uhr dreifiig vorgemerkt war, liefí wieder einmal eine Sitzung platzen. Er sah sie direkt vor sich, wie sie mit weitaufgerissenen Augen in irgendeinem Kino safi und krampfhaft versuchte, jeden Gedanken daran zu verdrángen, wo sie jetzt eigentlich sein müfite. Natürlich hatte er Verschiedenes tun können, um die Zeit bis vier Uhr fünfzehn herumzubringen, wenn sein nachster Patient faliig sein würde. Doch er starrte unverwandt aus dem Fenster. Dr. Bauer fragte sich, was New York eigentlich an sich hatte, dafí ihn diese Stadt trotz ihrer Hektik und ungeheuren Aktivitat lahmte. Er arbeitete schwer. Das hatte er schon immer getan - in Amerika war man sich dieser Tatsache jedoch stets bewufit. Man führte hier ein ganzlich anderes Leben als in Wien oder Paris, wo er sich allabendlich in Gesellschaft seiner Frau oder auch seiner Freunde entspannt hatte. Daraus hatte er die Kraft geschöpft, wieder weiterarbeiten und bis in die frühen Morgenstunden hinein lesen zu können. Plötzlich kam ihm Mrs. Afton in den Sinn - eine