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Heute nacht ist Charlie nicht zu HausevonCORNELL WOOLRICHDie Schüsse waren in der stillen Nacht deutlich zu hören, als der Streifenwagen die Central Avenue hinunterfuhr. Aus der Entfernung hörte es sich an wie die Geräusche eines schadhaften Auspuffs. Doch so harmlos war es nicht.Diesmal werden sie ihn fassen, sie sind dicht an ihm dran, sagte Keene grimmig. Doch noch während er sprach, nahm die Schießerei ein jähes Ende. Bop! Ein letzter Schuß, dessen Echo nachhallte. Dann lähmende Stille.Keene ballte seine Faust, schlug sie gegen die Lehne des Wagensitzes vor sich. Sag nicht, daß wir wieder zu spät sind.Der Mann an seiner Seite sagte nichts. Es wäre auch nicht nötig gewesen. Die Szene, die sich ihnen darbot, als der Wagen auf zwei Rädern um eine Ecke in die Seitenstraße jagte, sprach für sich selbst.Aus dem Zigarrenladen schien ein gelbliches Licht auf das mit Glassplittern übersäte Straßenpflaster. Es war einer jener Läden, die die ganze Nacht hindurch offen hatten. Die Kugeln hatten ein großes Loch in die Fensterscheibe geschossen. Ein Schutzmann torkelte auf die Eingangstür zu, ohne Kappe, den Ärmel gegen den Ellbogen haltend.Keene sprang aus dem Wagen. Er ist also entwischt, nicht wahr? fragte er zornig. Was ist los mit euch Helden?Tut mir leid, Captain, aber damit konnte ich nicht gut zielen. Er nahm seine Hand vom Ärmel. Blut floß über den Rük-ken seiner Hand, rote Tropfen fielen schwer auf das Pflaster.Lassen Sie sich behandeln, knurrte Keene und enthielt sich weiterer Vorwürfe. Wer war es? Wieder unser Freund?Ohne Zweifel, Sir. Der Linkshänder. Er hat von links geschossen.Der Teufel soll ihn holen! Seit fünf Wochen macht er uns zum Gespött der Stadt.Warum immer Zigarrenläden? fragte einer seiner Leute.7