Bővebb ismertető
»Wegen einem hängt der Wirt den Reif nicht auf.« Das ist ein altes Sprichwort, das ich gern benutze. Es stammt aus dem Altertum, als es noch keine festen Öffnungszeiten gegeben hat. Damals hat sich ein Wirt also wirklich nach der Nachfrage gerichtet, und das Geschäft ist frei vor sich gegangen. Heute muß jeder Wirt und jeder Geschäftsmann sein Angebot nach der Nachfrage der Behörde ausrichten, der Wirt und die Gäste können dann zusammenkommen, wenn es der Politik paßt und wenn der Wirtschaftsminister den Reif aufhängt. Jetzt kann s sein, daß der Wirt den Reif wegen einem aufhängen muß und wegen oder trotz zwanzig den Reif nicht aufhängen darf! Bei mir in Gerlamoos in Oberkärnten schaut die Geschichte natürlich ein bisserl anders aus. Wo kein Kläger ist, da ist kein Richter, heißt ein anderes altes Sprichwort, und Wien ist weit! Was also mich, Peter Glantschnig, Wirt zu Gerlamoos, betrifft, so halte ich mich im eigenen Interesse an die Sperrstunde. Von einer Vorschrift, den ganzen Tag und die halbe Nacht offenhalten zu müssen, weiß ich aber nichts. Und wenn eine Reisegruppe ankommt und die Georgskirche besichtigen will und eine Führung braucht, dann mache ich mein Wirtshaus dicht und hänge dieses Schild da, mit der Aufschrift Bin in der Kirche, an die Wirtshaustür. Es wird deswegen schon nicht gleich einer verdursten oder verhungern. Und die paar Gäste, die ich heute noch habe, kennen meinen Hausbrauch auch schon, die setzen sich geduldig auf eine Bank im Gastgarten