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Warum es besser ist, unsere Erziehung seihst in die Hand zu nehmen -statt uns ein Leben lang von anderen erpressen zu lassen
Wir alle sind vom ersten Augenblick unseres Lebens an Menschen ausgeliefert, die irgend etwas aus uns machen wollen. Wir sollen brave Kinder, gehorsame Schüler, fleißige Ehemänner und folgsame Staatsbürger werden. Auch unkritische Käufer, treue Wähler, willenlose Anhänger und gläubige Trottel, mit denen man alles machen kann. Von allen Seiten machen sie sich über uns her, um uns zu erziehen. Erziehen heißt, etwas anderes aus uns zu machen als das, was wir wirklich sind und sein möchten. Was sie also vorhaben, bedeutet für uns weitgehend Selbstverleugnung unter Zwang von außen. Im Grunde genommen werden wir bis ans Ende unserer Tage fast ausschließlich mit einem einzigen altbewährten Mittel in dem Sinne beeinflußt, wie andere uns haben wollen. Dieses Mittel ist die Erpressung. Die Erziehungsformel, die wir tausendfach kennen, lautet: »Wenn du nicht tust, was wir von dir verlangen, wirst du bestraft. Wenn du tust, was wir von dir verlangen, dann wirst du dafür belohnt.«
Wie Strafe und Belohnung beschaffen sind, wissen wir ebenfalls aus eigener Erfahrung genau. Das können Schläge sein, Mißachtung, der Entzug von Liebe oder Taschengeld. Erwachsene werden damit bestraft, daß man ihnen eifrige Kollegen als Vorbild hinstellt und sagt: »Strengt euch an, damit ihr auch so eifrig und treu und tapfer werdet wie der.«
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