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»Nein, es tut mir leid, aber ich möchte nicht interviewt werden.« Tessa protestierte heftig.
Von der anderen Seite der Leitung kam ein aufgeregtes Geplapper, und sie hielt den Hörer weiter vom Ohr weg. Die Worte: eine Neuheit in der Welt der Kunst und ein Meisterwerk, klangen schrill.
Tessa wurde ganz heiß, doch ihre Stimme blieb fest. »Aber ich habe nichts zu sagen. Uberhaupt nichts. Also . «
»Nichts zu sagen? Oh, Miss Nelson, können Sie uns nicht sagen, warum Sie Ihren ganzen Stil so plötzlich geändert haben? Alle wollen es wissen.«
Tessa murmelte so etwas wie es gebe keinen bestimmten Grund und fügte hinzu, daß sie Interviews hasse. »Wenn der Sprecher sie also entschuldigen würde? Ein Kochtopf koche über «
Wie gerne hätte sie gesagt: Aber ich habe meinen Stil nicht geändert. Es war alles nur ein Scherz, ein dummer Scherz. Ich habe nie im Traum daran gedacht, daß ihn jemand ernst nehmen würde. Aber wie konnte sie das sagen? Schrecklich, die ganze Welt lächerlich zu machen, die Gefühle dieser absolut fehlgeleiteten Menschen zu verletzen; die ihr gräßliches Bild »Träume« gelobt hatten.
Sie setzte sich erschöpft in den nächsten Sessel, zündete sich noch eine Zigarette an und sagte laut zu sich selbst: Es ist gräßlich. Warum war ich so verrückt? Aber sie waren auch verrückt, es ernst zu nehmen. Und jetzt kann ich es nicht mehr ungeschehen machen . . . Das Schlimmste ist, was soll ich mit dem verdammten Geld tun?
Sie rauchte ihre Zigarette zu Ende und stand schließlich auf, etwas beruhigt und entschlossen. Ich werde weggehen. Irgendwohin, weg von allem. Dann bemerkte sie den Brief ihres Bruders, den sie ungeöffnet liegengelassen hatte, als das Telefon an diesem Morgen zum neunten Mal klingelte.
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