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Himmlische Tage auf Rhodos
1. KAPITEL
„Miss West?"
Lori drehte sich erleichtert um und erblickte einen bebrillten jungen Mann in verschossenen Jeans, der sie erwartungsvoll musterte. Auf seinem T-Shirt prangten in großen roten Lettern die Worte ,Die Belagerung' - er gehörte also zum Film-Team.
„Ja, ich bin Lori West", sagte sie lächelnd.
Er beschränkte sieh auf ein knappes Nicken und ließ ihr Lächeln unerwidert. Dafür bückte er sich nach zwei Koffern, die besonders groß waren.
„Draußen steht der Wagen der Filmgesellschaft. Ich verstaue erst mal die zwei hier, dann hol ich die anderen."
Lori sah ihm erstaunt nach. Ihr Lächeln, voU Wärme und Herzlichkeit, strahlte aus einem auffallend hübsehen Gesicht, so daß nur selten die Menschen - und besonders Männer - darauf nicht spontan reagierten.
Nach ein paar Minuten war er wdeder da, um ihre restlichen Koffer zu holen. Mit dem Handgepäck folgte sie ihm aus der kühlen Atmosphäre des Flughafengebäudes ins Freie. Die Maisonne lachte vom Himmel.
Beim Start in Gatwick war es feucht und kalt gewesen, aber hier, auf Rhodos, näherte sich die Temperatur bereits der Dreißig-Grad-Grenze. Am tiefblauen Himmel zeigte sich keine einzige Wolke.
„Wunderschön", sagte sie halblaut und hob ihr Gesicht der Sonne entgegen. „Ist das Wetter hier immer so traumhaft?"
Der jimge Mann, der gerade ihre Koffer im Kofferraum verstaute, hielt inne und sah mürrisch auf. „Ja. Von April bis Oktober fällt kein Tropfen Regen."
Er wollte die hintere Tür öffnen, aber Lori sagte schnell: „Nein, bitte. Ich sitze lieber vorn."
Nachher im Wagen wagte sie einen neuen Vorstoß. „Sie haben mir noch gar nicht gesagt, wie Sie heißen und welche Funktion Sie im Team haben."
Ihre Worte vmrden wieder von einem Lächeln begleitet, das der jun-
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Das Flugzeug war schon längst gelandet, aUe Passagiere hatten die ,
Maschine verlassen.
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