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Vorwort
Ich bin 25 Jahre alt, mein Sohn Joshua ist fast sechs. Zurzeit geht es uns beiden ganz gut. Wir hoffen, dass der Ausbruch der Krankheit mögHchst lange auf sich warten lässt. Ich versuche, uns nach bestem Wissen mit den Mitteln der Natur zu schützen. Westliche Medizin können wir uns nicht leisten. Ich wache jeden Tag mit dem Bewusstsein auf, morgen oder übermorgen alles zu verlieren - meinen Sohn, mein Leben. Unendlich traurig macht mich der Gedanke, womöglich nicht miterleben zu können, wie mein kleiner Josh aufwächst, niemals seine Kinder in meinen Armen wiegen zu dürfen: dass irgendwann das unsichtbare Band aus Liebe und Wissen, das die Generationen zusammenhält, abreißt.
Während meiner Schwangerschaft mit Joshua bat mich meine mütterliche Freundin Amara, meine Geschichte aufzuschreiben, damit ich mit dem Schrecklichen, das mir zugestoßen ist, besser fertig werde. Nachdem ich vor etwas mehr als einem Jahr zum ersten Mal meine deutsche Halbschwester Magdalena getroffen habe und sie von den Notizen hörte, ermunterte sie mich, diese zu vervollständigen.
Meine Zustimmung zur Veröffentlichung meines Manuskripts gab ich unter einer Bedingung: Die Namen und die genauen Lebensumstände aller betroffenen Personen (mich eingeschlossen) werden verändert. Denn Joshua soll niemals die genauen Hintergründe seiner Herkunft erfahren. Wenn Sie unsere Geschichte kennen, werden Sie das verstehen. Körperlich