Bővebb ismertető
VORWORT
Angesichts der faszinierenden ersten Über-schall-Verkehrsflugzeuge erscheint es kaum glaubhaft, daB der Tag, an dem erstmalig ein Mensch flog, nicht einmal 80 Jahre zu-rückliegt. Welche menschlichen Pionier-taten und welche phantastischen techni-schen Leistungen wurden in diesem Zeit-raum vollbracht! Sie anhand der Flug-zeuge der nun Geschichte gewordenen Zeit zu würdigen, ist die Absicht dieses Buches.
Die ersten Fluggeráte — Lilienthals Gleit-flugzeug oder »The Flyer« der Brüder Wright — werden ebenso beschrieben, wie die erstmals Überschallgeschwindigkeit er-reichende amerikanische Bell X-1. Vom Flug-zeug aus Bambusrohr und Leinenstoff reicht die Pa lette bis zur modernen Ganzmetall-maschine. Vom ersten motorlosen Fliegen láBt sich die Entwicklung des Antriebs über den Kolbenmotor bis zu den Turbinen- und Raketen-Strahltriebwerken verfolgen. Das Buch vermittelt alsó gleichsam ein Stück Geschichte der Flugzeuge. Selbstverstándlich konnten nicht alle jemals gebauten Flugzeuge berücksichtigt werden. Die Beschránkung auf diejenigen, die bis Mitte der vierziger Jahre eine bedeutende Rolle gespieit habén, steckte von vornherein den Rahmen ab. Es war mir dabei ein be-sonderes Anliegen, neben den deutschen Flugzeugen vor allém die der Sowjetunion in gebührender Weise zu beschreiben. Über die sowjetische Luftfahrt ist früher nicht viel berichtet worden, und sehr oft wurden die Leistungen sowjetischer Konstrukteure und Piloten entweder totgeschwiegen oderfalsch dargestellt.
Damit sollen die Leistungen der anderen Staaten nicht herabgemindert werden, wes-halb die wichtigsten »historischen« Flugzeuge aus aller Welt Eingang in dieses Buch fan den.
Es bereitete oftmals erhebliche Mühe, voll-stándige und zuverlássige Unterlagen aus früheren Jahren zu beschaffen. Nicht immer waren diese Bemühungen erfolgreich. Ich bin deshalb für jeden ergánzenden Hinweis dankbar.
Die Flugzeuge sind nach Lándern und inner-halb der Lánder nach Werken oder Konstruk-teuren in alphabetischer Reihenfolge ge-ordnet, um so den Nachschlagwert des Buches zu erhöhen. Das Register vermittelt eine chronologische Übersicht. Zahlreiche Firmen, Luftverkehrsgesellschaf-ten und Museen unterstützten mich, indem sie mir wertvolle Unterlagen zur Verfügung stellten. Mein Dank gilt den Luftverkehrs-gesellschaften Aeroflot, Air Francé, Interflug, KLM, Deutsche Lufthansa AG, SAS und Swissair. Sehr geholfen habén mir auch das Zentrale Haus der Luft- und Raumfahrt »Frunse« und das Shukowski Museum in Moskau, das Deutsche Museum in München, die Luftfahrtsammlung in Westberlin, das Technische National Museum in Prag, das Musee de L'air in Chalais-Meudon, das Science Museum sowie das Imperial War Museum in London.
Berlin, im Sommer 1968
Heinz A. F. Schmidt