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Der alte Ebenholztischler und Schatullenmacher Amram wohnte am Flussufer in einer Lehmhütte, die mit Palmenbláttern gedeckt war. Dort hatte er seine Frau und seine drei Kinder. Er war gelb im Oesicht und trug einen langen Bart. In seinem Ge-werbe, Elfenbein und hartes Holz zu schnitzen, sehr bewandert, diente er am Hofe Pharaos und arbeitete darum auch in den Tempeln.
Jetzt eines Morgens im Hochsommer unmittelbar vor Sonnenaufgang stieg er aus seinem Bett, sam-melte sein Werkzeug in einen Sack und trat aus der Hütte heraus. Auf der Schwelle blieb er stehen und sprach, sich gen Osten wendend, ein leises Qebet. Und dann begann er die Wanderung, zwischen Fischerbuden immer dem schwarzen geborstenen Flusshügel folgend, auf dem Reiher und Tauben nach ihrem Morgenmahl sich ruhten.
Fischer Nepht, der Nachbar, besichtigte seine Netze, und legte Karpfen, Áschen und Welse in die verschieden grossen Fácher ,des Bootes.
Amram grüsste und wollte einige Worte zum Zeichen der Freundschaft sagen:
— Der Nil hat aufgehört zu steigen? sagte er,
— Bei zehn Ellen stehen geblieben! Das ist die Hungersnot!
— Weisst du, warum er nur fünfzehn Ellen steigen kann, Nepht?
— Weil wir sonst ertrinken würden, antwortete der Fischer einfáltig.