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Ulrich Dähnert - Historische Orgeln in Sachsen [antikvár]

Historische Orgeln in Sachsen [antikvár]

Ulrich Dähnert

 
VORWORT DES HERAUSGEBERSDie Nachrichten, daß Orgeln in den sächsischen Domen und Kirchen vorhanden waren, reichen bis in das Mittelalter zurück. Zuweilen waren es mehrere Instrumente in einem Raum, mit denen Organisten die kirchlichen Handlungen begleiteten. Auch Namen von Orgelbaumeistern sind überliefert. Leider blieb keines dieser alten Instrumente erhalten. Während Bauwerke, Gemälde und Plastiken Jahrhunderte unberührt überdauern, war die Orgel durch den ständigen Gebrauch ihrer Mechanik in ihrer Originalität von Anfang an...
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VORWORT DES HERAUSGEBERSDie Nachrichten, daß Orgeln in den sächsischen Domen und Kirchen vorhanden waren, reichen bis in das Mittelalter zurück. Zuweilen waren es mehrere Instrumente in einem Raum, mit denen Organisten die kirchlichen Handlungen begleiteten. Auch Namen von Orgelbaumeistern sind überliefert. Leider blieb keines dieser alten Instrumente erhalten. Während Bauwerke, Gemälde und Plastiken Jahrhunderte unberührt überdauern, war die Orgel durch den ständigen Gebrauch ihrer Mechanik in ihrer Originalität von Anfang an gefährdet. Die Pflege und Instandsetzung des Orgelwerkes führten immer wieder zu Modernisierungen und damit auch zur Veränderung ihrer ursprünglichen Konzeption. Bei einem Gebäude sind statische Schäden, vergrößerter Raumbedarf Anlaß zu Veränderungen. Bei der Ausstattung der Kirche führen Wandlungen der Liturgie oder auch der Wunsch nach Neuerungen zum Aufgeben alter Kunstwerke. Dies geschieht aber viel seltener als der Ersatz einer nicht mehr spielfähigen oder einer neuen Liturgie nicht genügenden Orgel. So ist zu erklären, daß heute nur ganz wenige historische Orgeln überhaupt unverändert erhalten sind. Die Forschung befaßt sich seit vielen Jahren sehr eingehend mit der Geschichte des Orgelbaues. Sie ist heute in der Lage, mit Unterstützung der Naturwissenschaft die Originalität der einzelnen Bauteile festzustellen. Die Musikwissenschaftler erklären die Entwicklung des handwerklich technischen Aufbaues und des Klangbildes der Orgel. Der Kunsthistoriker interpretiert ihre künstlerische Gestalt und ihre Stellung im Raum als Teil der Gesamtarchitektur. Je mehr sich die Forschung mit dem Thema befaßt, um so mehr wächst die Hochachtung vor der Orgel als Kunstwerk und vor ihren Erbauern.Der Denkmalpfleger ist bemüht, charakteristische Zeugnisse der kulturellen Entwicklung eines Volkes, deren Erhaltung wegen ihres geschichtlichen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Wertes im Interesse von Staat und Gesellschaft liegen, in ihrer originalen Aussage, in ihrer Eigenart und Wirkung als Denkmale zu bewahren. Das Gesetz zur Erhaltung der Denkmale in der DDR vom ig.Juni 1975 legt fest, daß zu den Denkmalen der angewandten Kunst auch historische Musikinstrumente zählen, die damit den Schutz und die Pflege wie die Werke der bildenden Kunst, der Architektur und die Zeugnisse der Geschichte genießen sollen.Voraussetzung für eine planmäßige Orgeldenkmalpflege ist die Kenntnis des Orgelbestandes. 1952 erhielt Dr. Ulrich Dähnert, nachdem er schon in den Jahren zuvor als Sachverständiger bei der Instandsetzung denkmalwerter Orgeln für das Institut für Denkmalpflege tätig war, den Auftrag, eine Erfassung musikgeschichtlich und orgelbautechnisch bedeutungsvoller Werke der Orgelbaukunst in den Bezirken Dresden, Karl-Marx-Stadt, Leipzig und Cottbus vorzunehmen und in Karteien den Bestand der Orgeln und ihrer Erbauer zu verzeichnen. Im Mittelpunkt dieser Arbeiten standen Forschungen zu den Werken Gottfried Silbermanns und seiner Schüler. 1953 veröffentlichte Ulrich Dähnert erste Ergebnisse seiner Untersuchungen zum Werk Gottfried Silbermanns [1] und wenige Jahre später die zu den Arbeiten von Zacharias Hildebrandt [2]. Das vorliegende Inventar umfaßt den Bestand historischer Orgeln vom 16. Jahrhundert bis in das frühe 19. Jahrhundert des ehemaligen Landes Sachsen und der Niederlausitz. Die Arbeit ist das Ergebnis einer über zwanzigjährigen wissenschaftlichen Tätigkeit in Kirchen und in Archiven. Das Institut für Denkmalpflege, Arbeitsstelle Dresden, dankt dem Verfasser für seine intensiven und beharrlichen Bemühungen um dieses Verzeichnis. Die zahlreichen Angaben konnten oft nur unter schwierigen Bedingungen und nur mit persönlichem Einsatz gewonnen werden. Dem Verlag gebührt Dank für die mühevolle Aufbereitung des umfangreichen Manuskriptes und für die vorzügliche Drucklegung.Das erste Inventar historischer Orgeln auf dem Gebiet der DDR soll anregen, auch in anderen Bezirken unserer Republik denkmalwerte Orgeln zu erfassen und zu publizieren. Diese Bände sollen die sachgerechte Beurteilung historischer Orgeln unterstützen und so dazu beitragen, daß die denkmalwerte Orgel in Zukunft noch mehr als bisher eine ihrer Eigenart gemäße Pflege und Instandhaltung erfahren kann. Wie wichtig die bei der Erfassung aufgenommenen Daten für die praktische Denkmalpflege sind, wurde bei den Restaurierungen bedeutender denkmalwerter Orgeln in den letzten Jahren deutlich. Sowohl die Wiederherstellung der Orgel Silbermanns in der Katholischen Hofkirche zu Dresden wie auch die der Trost-Orgel in der Schloßkirche zu Altenburg und die der Donath-Orgel in der Pfarrkirche zu Luckau fußten auf Erkenntnissen,7

Termékadatok

Cím: Historische Orgeln in Sachsen [antikvár]
Szerző: Ulrich Dähnert
Kiadó: VEB Deutscher Verlag für Musik
Kötés: Vászon
Méret: 190 mm x 280 mm
Ulrich Dähnert művei
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