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Einleitung: Der Tod des doofen BrunoBruno Luedke starb am 8. April 1944. Elf Tage später fand im Berliner Reichskriminalpolizeiamt (RKPA), der Zentrale der deutschen Kripo, eine Besprechung hoher Kriminalbeamter statt, bei der man sich darauf verständigte, keinesfalls ( ) den Staatsanwaltschaften ( ) die Todesursache des Luedke mitzuteilen. Den beiden Schwestern des Toten eröffnete ein Kriminalkommissar am 26. April 1944, ihr Bruder sei an Flecktyphus verstorben; am selben Tag stellte das Wiener Standesamt die Sterbeurkunde des inzwischen eingeäscherten Bruno Luedke aus und vermerkte als Todesursache Herzlähmung.'Bruno Luedke war eventuell ein Serienmörder. Am 18. März 1943 in Berlin wegen eines Frauenmordes festgenommen, gestand er dem ermittelnden Kommissar Heinrich Franz insgesamt 53 zwischen 1924 und 1943 in ganz Deutschland verübte Morde, vornehmlich an Frauen. Eine Sonderkommission der Berliner Kripo reiste bis Ende 1943 mit Luedke quer durch das Reich, um die von ihm eingestandenen Taten zu überprüfen. Während die Berliner Ermittler sicher waren, einen Serientäter überführt und damit eine ganze Reihe ungeklärter Mordfälle gelöst zu haben, blieben manche lokale Kollegen skeptisch. Die Hamburger Kriminalisten, in deren Amtsbereich Luedke drei Morde begangen haben sollte, bezweifelten, daß er überhaupt jemals in Hamburg gewesen sei, und nahmen - wie es in einem Vernehmungsprotokoll der Berliner Sonderkommission heißt - vielmehr an: Wir sagen Dir alles vor. Nach Abschluß der Ermittlungen wurde Luedke im Dezember 1943 nicht der Justiz übergeben, sondern