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rühmorgens wurden die Anker gekappt. Schiffsleute und Fahrgáste bekreuzten sich. Eine Weile stand Hans Holbein am Heck. Verdrossen begann die Dreimasterbark ihre Fahrt ins milchig trübe Nichts. Ein Fortschleichen schiens. Dennoch zerrannen die Umrisse der Reeden von Calais im Augenblick, so dicht wuchtete der Nebel. Der Maler blickte insTakelwerkhinauf. Wiebuntgekleidete Eichhörnchen in winterkaltem Lárchengeast kamen ihm die behenden Gestalten vor, die an denWanten hantierten; und wie bleiche Schatten, wenn sie in den höchsten Rahen herumgespensterten, wo im Dunst die Gewánder schon ihre Farben verloren. Ein gewohnheitsmáBiger Griff nach Stift und Zeichenheft, um das niegesehene Spiel in den Lüften festzuhalten. Doch es blieb beim Vorsatz: zu nichts war er aufgelegt. Gestern abend hatten sich in der Hafenherberge ein paar Hamburger Seeleute Abenteuer feilgeboten. Als der Fremde am Nebentisch Katzenaugen machte, gerieten sie ins Schifferlatein, brachten die Rede auf Bootsuntergange; auf einen namentlich, der sich erst vergangene Woche just auf dieser Strecke zugetragen hatte. Wirklich zwischen Calais und Dover ? fragte Holbein mit angehaltenem Atem hinüber.