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KURZER GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK Als im Jahre 50 v. Chr. die römischen Legionen zur Mündung des Rheins vorstießen, fanden sie eine sandige Tiefebene vor, über die die kalten Winde des Nordens fegten und die oft von Überschwemmungen heimgesucht wurde. Hier hatten sich einige Volksstämme - vornehmlich germanischer Herkunft - niedergelassen, die von der Jagd und vom Fischfang lebten. Obgleich von gemeinsamer Herkunft, zeigten sich bei diesen Volksstämmen doch einige deutliche Unterschiede: in der Mitte dieses Gebiets hatten sich die...
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KURZER GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK Als im Jahre 50 v. Chr. die römischen Legionen zur Mündung des Rheins vorstießen, fanden sie eine sandige Tiefebene vor, über die die kalten Winde des Nordens fegten und die oft von Überschwemmungen heimgesucht wurde. Hier hatten sich einige Volksstämme - vornehmlich germanischer Herkunft - niedergelassen, die von der Jagd und vom Fischfang lebten. Obgleich von gemeinsamer Herkunft, zeigten sich bei diesen Volksstämmen doch einige deutliche Unterschiede: in der Mitte dieses Gebiets hatten sich die Bataver niedergelassen, die bereits bei Plinius Erwähnung finden, im Süden lebten die Franken (von keltischer Abstammung), im Norden die Friesen und in anderen Teilen die Sachsen, ein urgermanischer Stamm. Wenn auch die römische Eroberung beiden Seiten Gewinn brachte, so erfolgten doch schon bald die ersten Aufstände, zuerst bei den Friesen und dann bei den Batavern, die sich in den Jahren 68-70 v. Chr. unter die Führung von Claudius Julius Civilis begaben, der diesen Aufstand angezettelt hatte. Trotzdem verblieben die Römer in diesen Landstrichen mehr als drei Jahrhunderte lang; im Jahre 300 n. Chr. begann die Unterdrückung der germanischen Volksstämme dem römischen Imperium Schwierigkeiten zu bereiten. Der Stamm der Bataver starb ziemlich bald aus, nur den Friesen im Norden gelang es, zu überleben und sich gegen die neuen Eroberer, die Franken, aufzulehnen. Die Bekehrung der Bevölkerung zum Christentum erfolgte gleichfalls nur unter großen Schwierigkeiten; im Süden ging die Bekehrung unter den Merowingern, fränkischen Königen, weiter; im Norden durch die angelsächsischen Prediger Willibrord und Bonifatius. Die Friesen jedoch blieben noch zwei Jahrhunderte länger Heiden. Während der Herrschaft der Karolinger wurde die Bekehrung mit mehr Nachdruck betrieben: einerseits versuchte Karl der Große mit aller Macht, die Friesen und Sachsen zu unterwerfen, andererseits verlieh er ihnen jene Gesetze, die dann jahrhundertelang wirksam blieben und das Land in verschiedene Provinzen aufteilten. Aber schon in den ersten Jahrhunderten mußten die Holländer nicht nur gegen die Naturelemente, vor allem gegen das Meer, kämpfen, sondern auch gegen pndere furchtbare Feinde, nämlich die Wikinger, die bei ihren Streifzügen die holländischen Städte und Dörfer überfielen und plünderten. Erst im Jahre 891 war die Gefahr endgültig gebannt. Im Jahre 841, nach dem Tode Karls des Großen, zerfiel das Karolingerreich, und nach vielen Kämpfen und Machtwechseln fiel Holland, zusammen mit Belgien, an das Deutsche Reich. Im Mittelalter bestanden die Niederlande aus verschiedenen Regionen, die den Grafen von Geldern, den Grafen von Holland, den Herzögen von Brabant und dem Bischof von Utrecht unterstanden. Dieser Teil der holländischen Geschichte wird vor allem charakterisiert durch die Kämpfe, welche die Städte untereinander führten, die schon reich und mächtig waren. Später waren es die fremdländischen Herrscher, welche diese Städte zu unterwerfen trachteten (Wittelsbach, Böhmen, Luxemburg). Das Herrscherhaus von Burgund gewann dann die Vorherrschaft, im Anschluß an die Hochzeit Philipps des Kühnen mit Margarete von Flandern. Ihr gemeinsamer Sohn, Philipp der Gütige, vergrößerte noch die Macht seines Vaters und schuf einen ganz großen Staat mit verschiedenen Provinzen; er schuf auch ein starkes Heer und einen Rechnungshof, sowie einen Gerichtshof. Ihm ist auch die Einführung der « Stadhouder », der Statthalter, zu verdanken, welche als offizielle Vertreter des Herrschers fungierten und militärische wie politische Macht ausüben konnten. Auf Philipp den Gütigen folgte Karl der Kühne, der 1477 in der Schlacht bei Nancy gegen die Schweizer fiel; seine Tochter, Maria von Burgund, welche Maximilian von Österreich, den Sohn Kaiser Friedrichs III. heiratete, brachte die Niederlande dann unter österreichische Herrschaft. Im Jahre 1500 wurde zu Gent Karl, der Sohn der Isabella von Kastilien und Ferdinands von Aragon, geboren: er wurde durch seine Mutter König von Spanien und durch seinen Vater Herzog von Burgund und den Niederlanden. Im Jahre 1519, nach dem Tode seines Großvaters, Maximilian von Osterreich, wurde er zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt und von diesem Augenblick an konnte er wirklich sagen, daß in seinem Reiche die Sonne nie unterging. Kar! V., verständig und tolerant auf politischem Gebiet, war jedoch ein überzeugter Katholik und konnte daher die Religion der Niederlande 1

Termékadatok

Cím: Holland [antikvár]
Szerző: Giovanna Magi
Kiadó: Casa Editrice Bonechi
Kötés: Fűzött papírkötés
ISBN: 8870090485
Méret: 200 mm x 260 mm
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