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NUMMER 377KOMMISSAR XHöllenhundeSie waren bereit, für ihre Ziele zu morden und alles zu überrennen, das sich ihnen In den Weg stellte.Martin Rushs letzter Spaziergang war keine reine Freude. Das Hemd klebte ihm am Körper, sis er die frisch aufgeschotterte Autostraße ent-langgirtg, um sich vom Stand der Arbeiten zu überzeugen. Außerdem wurde er unablässig beobachtet. Aber das merkte er nicht. Nicht ein einziges Mal streifte sein Blick die Büsche oberhalb der Straße, und so entging ihm, daß ein Paar dunkle Augen jeden seiner Schritte verfolgten.Der Straßenbauingenieur hatte knapp zwei Kilometer zurückgelegt, als ein mächtiger Felsblock ihm den Weg versperrte. Er hatte das Ende der Straße erreicht.Nachdenklich blieb Rush vor dem Felsen stehen und suchte nach den geeigneten Stellen im Ge-stein, wo er am nächsten Morgen die Sprengladungen ansetzen würde.Vom Straßenrand aus blickte er nach rechts in die Tiefe. Ein ausgetrocknetes Flußbett schlängelte sich wie ein helles Band durch die Schlucht. Ich muß die Sprengung so anlegen, daß die Felsbrocken in die Schlucht stürzen, überlegte der Ingenieur.Ein summendes Geräusch störte ihn in seinen Gedanken. Er hob den Kopf und lauschte angestrengt. Kein Zweifel, da ließ Jemand einen Dieselmotor an. Wenig später knirschten Ketten über den Schotter.Rush fuhr herum. Eine der Straßenbaumaschinen donnerte die Strecke herauf. Da macht doch tatsächlich einer Uberstunden, dachte Rush, als er den Bulldozer mit dem aufgesetzten hydraulischen Greifbagger auf sich zukommen sah.Er zündete sich eine Zigarette an und beschloß, noch eine Weile zu verschnaufen, bevor er den Heimweg antrat. Immerhin waren es zwei Kilometer bis zum Camp, und die Luft war schwül und drüdiend.Der Bulldozer kam näher. Rush konnte den Mann nicht erkennen, der auf dem Fahrerstand des wuchtigen Gefährts hockte und die Hebel bediente. Nur ein dunkles Gesicht und ein weißer Turban waren zu sehen.Als die Maschine sich bis auf knapp zehn Meter genähert hatte, hob der Ingenieur den rechten Arm und forderte den Fahrer auf, das Fahrzeug zum Stehen zu bringen.Aber der Mann schien sein Zeichen nicht zu bemerken. Entweder ist der Bursche blind, schoß es Rush durch den Kopf, oder er hat sich heimlich an unseren Whiskyvorrat herangemacht und ist total besoffen.Halt die Kiste an!" schrie er undwich ein paar Schritte zurück. Bist du wahnsinnig geworden?"Der Inder auf dem Bedienungsstand mußte taub sein. Vielleicht wollte er auch nichts hören. Der Dieselmotor heulte auf, und das tonnenschwere Räumgerät wurde schneller.Martin Rush wich weiter zurück, bis er den rauhen Felsen in seinem Rük-ken spürte. Die Zigarette klebte erloschen in seinem Mundwinkel. Er starrte mit weit aufgerissenen Augen auf das stählerne Ungeheuer, das nur noch knapp vier Meter von ihm entfernt war und keine Anstalten machte, anzuhalten.Abwehrend stieß er die Arme vor, als wollte er das Ungetüm mit seinen Händen aufhalten.Anhalten!" schrie er gellend. Sein Blick flog nach rechts. Steiler Felsen ragte empor und bot keine Ausweichmöglichkeit; links gähnte der Abgrund.Plötzlich blieb der Bulldozer stehen. Hatte der Inder endlich kapiert? In diesem Augenblick kam die schwere Baggerschaufel mit ihrem gierigen Gebiß auf ihn herab.Rush warf sich zur Seite, aber das offene Maul des Greifers verfolgte ihn bis in den äußersten Winkel und stieß ihn hart gegen die Schulter. Der Ingenieur duckte ab und wischte unter dem Greifer hinweg.Aber der andere gab nicht auf. Er ließ den Greifer hoch- und wieder herunterschnellen.Rush warf entsetzt den Kopf in den Nacken. Dicht über ihm hing der aufgerissene Greifer.Spring in den Abgrund, riet ihm eine innere Stimme. Besser ein Dutzend gebrochene Knochen als Martin Rush kam nicht mehr dazu, seinen Gedanken in die Tat umzusetzen. Wie ein Fallbeil sackte das Grei-