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VorwortDas Menschenleben ist aus Ernst und Spiel zusammengesetzt, und der Weiseste und Glücklichste verdient nur derjenige genannt zu werden, der sich zwischen beiden im Gleichgewicht zu bewegen versteht." Dieser fast unbekannte Gedanke Goethes aus seinen Naturwissenschaftlichen Schriften sollte den Menschen des ausgehenden 20. Jahrhunderts, welche sich fast ausschließlich dem Ernst des Lebens" verschrieben und darüber das Spiel vergessen haben, zu denken geben. Offenbar verdienen es die heutigen Menschen immer noch nicht weise" und glücklich" genannt zu werden, nicht zuletzt darum, weil es ihnen trotz aller historischen Katastrophen nicht gelungen ist das notwendige Gleichgewicht, oder sollte man vielleicht besser sagen, die unverzichtbare Harmonie zwischen Ernst und Spiel, herzustellen. Hugo Rahner spricht in seinem Buch Der spielende Mensch" vom Menschen als einem Ernstheiteren": Der spielende Mensch ist zunächst ein Mensch der ernsten Heiterkeit." (S. 29) und etwas später: . . . dieser ist imstande aus seinem Leben ein schönes Spiel zu gestalten, weil er weiß, daß eben dieses Leben eine Tragödie ist oder ein Komödienspiel. " Und an einer anderen Stelle: Das selig spielende Kind, der sein Instrument spielende Künstler, der Genius, dem alles spielend von der Hand geht: Sie sind Verwirklichungen einer Ursehnsucht des Menschen nach der unbehinderten, freien, beschwingten Harmonie zwischen Seele und Leib. " Und schließlich noch Piaton in seinem 6. Brief: Festhalten müßt ihr. . . an einem Hauptgesetz: Zuschwörend einem Ernst, der den Musen nicht feind ist, und jenem Spiel, das dem Ernst verwandt ist. "