Bővebb ismertető
/^^^en englischen Truppén, die 1619/20 auf dem kontinentalen Schauplatz des beginnenden DreiBigjáhrigen Krieges erschienen, sagt man nach, sie hátten die schon früher in Spanien bekannte und im Osmanischen Reich streng geahndete Sitté mitgebracht, den Rauch der amerikanischen Tabakpflanze zu genieBen. Das «Tabaktrinken» griff trotz Spott und gelehrter Gegenschriften im kriegsbewegten Mitteleuropa unauf haltsam um sich, wurde den folgenden Generationen immer mehr zur Alltagsgewohnheit. Fast unbemerkt hingegen vollzog sich in jener wechselvollen Zeit der Übergang von álteren Schrifttumsformen, die aktuelle Nachrichten verbreiteten, zur regelmáBig erscheinenden, gedruckten Zeitung. Die Geburtsstunde der modernen Zeitungspresse hatte geschlagen. Auch das europáische Kriegshandwerk verzeichnet in jenen Jahrzehnten einen Wandel: Es immer stárker mit Feuerwaffen zu üben war allgemeiner Drang; nahezu die Hálfte der Mannschaft eines Regiments waren bereits Musketiere. Ein Teil der Reiterei kámpfte mit Kurzgewehr oder Pistole. Die Artillerie, leichter und beweglicher werdend, tat bereits groBe Wirkungen mitten im Schlachtgeschehen. BeiBender Pulverdampf trübte den Blick der Soldaten. Um Freund und Feind im heiBen Gefecht augenblicksschnell zu erfassen, ging man daher von unscheinbaren Farb- und Symbolzeichen zu ersten Formen der Uniformierung über. Doch je vollkommener die Methoden des gewaltsamen Massentodes wurden, desto stárker rührte sich auch das Gewissen der Gegner und Ankláger. Mitten im DreiBigjáhrigen Krieg schrieb ein junger schlesischer Dichter dringlich mahnende Worte nieder. Es ist, als seien sie an die heute Lebenden gerichtet: Eilt, daB ihr den Verstand zum Nutzen noch gebrauchet, Eh dann Európa ganz, das goldne Land, verrauchet! Ach, glaubt mir, einmal sich erretten von den Kriegen Ist mehr, als tausendmal unüberwindlich siegen. Andreas Scultetus. Aus: Friedens Lob- und Krieges Leidgesang (1641)1 Um jeden nutz- und sinnlosen Krieg der neueren Geschichte anzuprangern, beschworen noch ungezáhlte edle Geister, Künstler und Meister des Wortes die schreckliche Erbschaft des 17. Jh., den ersten in der Reihe der europáischen Kriege, als Menetekel herauf, zogen ihn als historischen Vor- und Musterfall heran. Nach