Bővebb ismertető
Vorwort
Wenn ich ein so ersdiütterndes Thema wie die Erschöpfung der österreichisdi-ungarisdien Monardiie durdi die Hungerperiode der zwei legten Kriegsjahre und den sdiließlichen Zerfall des alten, ehrwürdigen Reidies behandle, und dabei gezwungen bin, alte "Wunden aufzureißen, so geschieht dies in doppelter Absicht.
Erstens will idi dem versunkenen Staatengebilde Gereditig-keit widerfahren lassen, indem ich zeige, daß es nicht nur an der Kampffront, sondern audi auf wirtschaftlichem Gebiete ausdauernd und wadter um seinen Bestand gerungen hat. Zweitens aber glaube idi, daß gerade die je^ige Zeitperiode, die eine schwere Wirtschaftskrise aufweist und bisher vergeblidi nach einem Ersa^ für die zerstörte Ordnung in Mitteleuropa ringt, alle Ursache hat, über die Vergangenheit nachzudenken.
Ich war in den Jahren 1917 und 1918 mit der obersten Leitung des Ernährungswesens in der Monarchie betraut und in dieser Eigenschaft dem Kaiser unmittelbar unterstellt. Die Ernährungsfrage war damals von so außerordentlicher Bedeutung, daß sich der Monarch unausgesetzt mit ihr beschäftigte und idi in fast täglichem Verkehr mit ihm stand.
Ich habe dabei reichlidi Gelegenheit gehabt, sein wahres Wesen zu erkennen, weiß mit welchem Pflichtgefühl er sich seinen Herrscheraufgaben widmete und weldi verzweifelte Anstrengungen er machte, das Verhängnis abzuwenden.
Daß sie mißlingien mußten, ist heute, wo wir die Gesamtlage jener Zeit klar überblicj^^en, nur zu verständlich.
Gewiß war die Erschöpfung an Nahrungsmitteln eine der augenfälligsten Ursadben des Zusammenbruches. Der Hunger