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SUéso tönt es leise, zart und innig über die Wiesenhöhen der Abruzzén, der Wind weht die Schalmeientöne dahin - einsam sitzt auf einem der zahlreichen Felsblöcke ein junger dunkeláugiger Hirte und blást traumverloren jene uralten Weisen vor sich hin, die schon der Vater und GroBvater spielten. Weit verstreut weidet die Herde - ein lichtblauer Himmel spannt sich über die ernst aufragenden kahlen Berge, die sich jetzt im Dezember mit einem frischen Wiesenteppich schmückten. Von fern antworten áhnliche Töne, und von der Höhe herunter steigt flötend ein álterer Hirte - Weihnacht ist da, es naht das Fest, Christ ist geboren! Die Hirten kommen ins Tal herab und beten an, künden die frohe Botschaft dem Volke, blasen Freuden-Hymnen auf ihren Flöten und Schalmeien. Sie ziehen nach Rom, nach der ewigen Stadt, die voller Kirchen ist und voller Madonnenbilder - und dort stehen sie zu zweit, meist ein altér und ein jüngerer gepaart, und blasen und singen ihre altén Melodien vor dem Heiland, wie es einst ihre Vorfahren in Bethlehem getan habén. Mit Flöte, Schalmei oder Dudelsack stehen sie in den StraBen der Stadt, und um sie herum gruppieren sich Kinder und Erwachsene voll weihnachtlicher Stimmung, voll Dankbarkeit und voller Hoffnung. Maria und das Kind - ein groBer Trost strömt aus dem Madonnenbilde - welch' ein Zauber liegt über der musizierenden Gruppé! Und es stehen bei ihnen auch Maler, die von dem Anblick ergriffen sind, und Musiker, welche die SüBe und Keuschheit dieser einfachen Töne