Bővebb ismertető
1/in Mann irrt durch die Strecken. Wie lange schon? Eine halbe Stunde, eine.
zwei? Unter Tage wird eine ziellose Minute zur Ewigkeit. Von Panik erfaßt, war er losgejagt, immer mit dem Schrei im Herzen: ,,Ich will nicht umkommen, nein, ich will nicht umkommen!" Jetzt sind seine Schritte schleppend, leicht gebückt schlürft er Berge hinauf, rutscht Überhauen hinab, steht an Querschlägen, weiß nicht, ob er nach rechts oder links gehen soll . . .
Seine Füße tappen vorwärts, doch sein Ohr horcht zurück, darauf wartend, daß es im Berge krachen und bersten müsse. Aber alles bleibt still. Wie er sich auch dreht und wendet, die Strecken gleichen einander. Die Strosse ist glatt, kein Krumen Kohle, kein Brocken Geröll - hier ist schon vor langer Zeit abgebaut worden.
Bleibt er einmal stehen, kann er drei Baue vor- und drei rückwärts blicken. Weiter reicht sein Grubenlicht nicht. Den Weg, den er gekommen ist und den er gehen will, verschluckt die Finsternis. So läuft er - wie lange schon? -, fünfhundert Meter unter Tage, vielleicht immer im Kreis.
Jetzt ist seine Strecke zu Ende. Keine Kurve, kein Querschlag - er steht im Füllort eines alten Blindschachtes. Rechtsseitig ist das Fahrtentrum. Er leuchtet hinauf, kann die erste Fahrtenbühne erkennen. Die weiteren Fahrten scheinen in die schwarze Ewigkeit emporzuwachsen. Soll er hochsteigen und weitersuchen oder umkehren? Da entdeckt er das Wetterbrett. Nach der Zeiteintragung kommt der Wettermann gegen sechzehn Uhr wieder vorbei. Das ist spät, aber hier wird er am schnellsten gefunden werden. Darum setzt er sich. Einen Augenblick stößt Sarkasmus in ihm hoch, und er sagt laut: ,,Besser verdurstet als ertrunken!"