Bővebb ismertető
Einleitung
Was ist ein Papst?
Wir waren vielleicht dabei, es zu vergessen, als Johannes XXIII. kam, es uns ins Bewußtsein zu rufen. Nicht etwa, als sei sein Vorgänger kein großer Papst gewesen. Seine ungewöhnlichen Gaben haben die Aufmerksamkeit der ganzen Welt erweckt. Indessen, wie Georg Huber in der Zeitung „La Croix" schrieb, wenn Papst Pius XI. Ehrfurcht, Papst Pius XII. Bewunderung einflößten, so weckte Johannes XXIII. Zuneigung; ja mehr noch -Liebe.
Ja - wir waren dabei, es zu vergessen: Ein Papst ist nicht nur der Stellvertreter Christi auf Erden, Redner, Asket, Lehrer, Gelehrter, Staatschef, Weltmann, wie er auf Kirchenfenstern und Medaillen dargestellt wird. Ein Papst ist auch ein Mensch; der erste aller Bischöfe, ein Hirt, geliebter Vater der Gläubigen, Bruder der Demütigen, dem man sich anzuvertrauen wünscht. Man ist dessen sicher, von ihm verstanden zu werden, von dem Stellvertreter Jesu aus Bethlehem, des Meisters von Bethanien, von der Bergpredigt und des letzten Abendmahls. Es wäre nicht angemessen, Johannes XXIII. Pius XII. gegenüberzustellen, doch ist es eine Tatsache „contra facta nequidem Deus", daß die Volkstümlichkeit von Johannes XXIII. weitaus größer war als die seines Vorgängers. Was war die Ursache dafür? Daß die Vorzüge Johannes' des Guten alsbald erkannt und aufgenommen wurden, ist verständlich. Unser demokratisches Zeitalter, das Mächtigen gegenüber so kritisch eingestellt ist und so empfäng-
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