Bővebb ismertető
VORWORTIn diesem Buch erzähle ich die Geschichte meines Lebens. Ich bemühe mich dabei um Wahrheit. Nichts darin ist frei erfunden. Die Personen sind, abgesehen von einer Ausnahme, mit ihrem richtigen Namen genannt, die Begebenheiten haben so stattgefunden. Wenn mir bei den Namens-, Orts- und Zeitangaben Irrtümer unterlaufen sind, so bitte ich das zu entschuldigen, da ich auf weiten Strecken nur auf mein Gedächtnis angewiesen war.Es ist die Lebensgeschichte eines Literaturwissenschaftlers, der in unserem Jahrhundert meist an deutschen Universitäten als Hochschullehrer gewirkt hat. Ich erzähle als einer der Zeugen der Zeit, so wie ich sie erlebt und erfahren habe; ich erzähle also subjektiv, und auch die von mir ausgesprochenen Wertungen beanspruchen nicht, objektiv gültig zu sein. Ich weiß, daß Heinrich Heine recht hat, wenn er in den Geständnissen sagt: . . . mit dem besten Willen der Treuherzigkeit kann kein Mensch über sich selbst die Wahrheit sagen. Ich versuche es trotzdem. Ich halte es hier mit Lichtenberg: Die Wahrheit finden wollen ist Verdienst, wenn man auch auf dem Wege irrt. Ich erzähle jedoch nicht nur von mir und davon, wie -um eine Wendung aus Karl Immermanns Memorabilien aufzunehmen - die Zeit ihren Durchzug durch mich hielt. Ich erzähle auch von anderen, nicht nur von prominenten Zeitgenossen, sondern ebenso von solchen, die der Öffentlichkeit unbekannt geblieben sind, aber in meinem Leben eine Rolle gespielt haben. Die Charakteristiken, die ich von ihnen gebe, entspringen selbstverständlich meinen subjektiven Eindrücken; doch bemühe ich mich um Verständnis.Dieses Buch handelt nicht nur von der deutschen Universität und dem Universitätsfach Germanistik; es handelt von allem, was mir begegnet ist und mir wichtig war. Das nur Private allerdings ist ausgeklammert; denn es hat keine zeitgeschichtliche Bedeutung. Mit manchen Bereichen des gesellschaftlichen und politischen Lebens bin ich nie in Berührung gekommen. Sie kommen daher in diesem Buch auch nicht vor. Es kann und will kein Gemälde des 20. Jahrhunderts sein. Nur das habe ich erzählt, was Bestandteil meiner eigenen Lebens- und Bildungsgeschichte geworden ist. Insofern erzähle ich als ein Zeitgenosse meiner selbst. Ich habe versucht, was an Naivität in meinem Wesen steckt, nicht zu unterdrücken, um es dem Erzählen zugute kommen zu lassen. Doch