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»Wenn det man jut jeht«, brummelte Schwester Martha düster, als sie der jungen Frau mit den endlos langen Beinen, die unter dem handtuchschmalen Minirock hervorschauten, nachsah.
»Wie meinen Sie das?« Fragend sah Marie-Luise Flanitzer ihre ältere Kollegin an.
»Na, die will doch den Sebastian heiraten. Und Sie kennen seine Mutter ja ooch « Dr. Franks langjährige Sprechstundenhilfe machte ein ernstes Gesicht.
»Allerdings. Weiß sie denn schon von den Heiratsabsichten ihres Sohnes?«
»Det kann ick mir nicht vorstellen. Denn wäre sie längst hier-jewesen - mit hohem Blutdruck!«
Martha Giesecke, die rundliche Berlinerin mit dem großen Herzen unter der rauhen Schale, kicherte jetzt. Frau Moser, Sebastians Mutter, war in ihren Augen ein richtiger Drachen. Es machte Martha plötzlich Spaß, sich vorzustellen, daß Sebastian, den sie schon als frechen »Rotzlöffel« gekannt hatte, diese blonde Schönheit seiner Mutter als zukünftige Ehefrau präsentierte. Die beiden waren fest entschlossen, sich nicht beirren zu lassen. Kathrin Hellmann, die sich gerade die ersten Sporen als Schauspielerin verdiente, war heute zu einer gynäkologischen Untersuchung angemeldet. Sie wollte gern bald Kinder haben, und Dr. Frank sollte ihr bestätigen, daß keine gegenteiligen Gründe dafür vorlagen.
»Det is doch komisch«, sinnierte Martha weiter, »der Sebastian war immer so ein wilder Bengel. Und nu is er fast schon fertig mit dem Studieren.«
»Was wird er denn?«
»Det weeß ick nich so jenau. Irjend sowas mit Computern.«
Martha Giesecke stand dieser Technik, die natürlich auch in der Praxis des Grünwalder Arztes Einzug gehalten hatte, mit äußerstem Mißtrauen gegenüber. Deshalb führte sie auch die
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