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so ENTSTEHT EIN FEUILLETON
Eine Literaturgeschichte ist wie ein Reich. Zwei gründen es — Dr. Romulus und Dr. Remus, einer führt es zur Größe — Dr. Augustus, einer erneuert es — Dr. Trajan — und hinterläßt es Dr. Hadrian, der es erneut erneuert, so daß es nunmehr heißt: Römisches Reich, auf Grund von Romulus-Remus-Augustus neu bearbeitet von Dr. Hadrian und Dr. Trajan. Handelt es sich um deutsche Literaturgeschichte, haben wir ein germcuiistisches Reich.
Und ist der Schüler groß genug, darf er hinein. Und da kommt er eines Tages auch ans Feuilleton. Und lernt:
»Im allgemeinen darf vom Feuilleton folgendes gelten: Da der Zeitungsleser meist nur in flüchtigen Stunden zur Zeitung greift, sollen die Feuilletonartikel knapp und geistvoll, also anregend geschrieben sein; da sie aber häufig, z. B. Theaterkritiken, rasch und ohne gründlichere Vertiefung abgefaßt werden müssen, ist die Gefahr einer gewissen Oberflächlichkeit und eines wenig gepflegten Stiles vorhanden. Daher haftet dem nur für den Tag geltenden ,Zeitungsdeutsch' ein gewisser Madcel an.«
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