Bővebb ismertető
Das Kuratórium hat sich nach langen und ausführlichen Diskussionen und Überlegungen zu diesem Thema entschlossen: Ich und die anderen. Es erscheint auf den ersten Blick klar und überschaubar. Sobald man, wie auf dieser Werktagung, die Thematik hinterfrágt, wird sie differenzierter, komplizierter und komplexei". Mit einem Mai befindet man sich in der Verstrickung, in die unsere Lebensgeschichte und unser Alltag uns gestellt habén. Sobald man das Wort Ich ausspricht, bezieht man eine Position, die das Du mit einbindet oder ausgrenzt, mit ihm umgeht, über es verfügt oder vertrauensvoll eine wirkliche Beziehung aufbaut. Wir geraten sehr schnell auf eine Seinsebene, auf der diese Beziehungen und Verflechtungen zu Hause sind, und wir werden uns dort nicht ansiedeln können ohne den transzendentalen Bezúg. Das Gefüge wird dreidimensional und sogar - da es sich in zeitlicher Entwicklung befindet - vierdimensional. Wo aber sind diese Ebenen, diese vertikalen Bezüge, wo ist die Grenze zwischen meinem Ich und Deinem Du? Das alles waren Fragen, nicht ohne Spannung vor und mit einem Auditórium, das doch oft mit dem Helfersyndrom zurechtkommen muB und Gefahr láuft, sein Ich zumindest zu gefáhrden. Und - wie ist das mit unseren Kindern, die wir begleiten dürfen? Wo sind ihre Grenzen auf dem Weg zur Individuation zu unserer und ihrer Umgebung? Inwieweit können wir die idealypische Vorstellung realisieren innerhalb der Konkurrenzgesellschaft? Wo werden uns Grenzen gezogen? Wo sind sie erhaltend, schützend, wo müssen wir sie durchbrechen, um diese Wechselbeziehung Ich-Du, IchWir wieder zu erreichen? Diesen und vielen anderen Fragen gingen die Referenten nach und darüber wurde in den vielen Werkkreisen nachgedacht. Dabei stellte sich heraus, daB das Thema noch zu eng gestellt war. Es müBte wohl globaler formuliert sein, etwa: Ich, die anderen und unsere Erde. Stoff genug, noch lange nachzudenken und Handlungskonzepte zu entwickeln. Neu an diesem Berichtband ist, daB zu Beginn gleich ein Kind mit seiner Zeichnung zu Wort kommt und daB eine Zusammenfassung der Referate vor die einzelnen Manuskripte gestellt wurde. Für diese danken wir Frau Prof. Dr. Sprey-Wessing besonders. So kann man sich schnell einen Überblick verschaffen. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre. Für das Kuratórium: Rosemarie Donnenberg, Gescháftsführerin der Internationalen Padagogischen Werktagung Professor Rudolf Seitz, Vorsitzender des Kuratoriums Univ.-Prof Dr. Heinz Rothbucher, Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums