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Vorwort des Herausgebers
Nachdem sie einen Prozeß gegen ihren Vater angestrengt hatte, erklärte sich Nathalie im März 1989 damit einverstanden, in der von François de Closets moderierten Fernsehsendung Méditations über ihren Fall zu berichten. Die Sendung ermutigte sie zu dem Entschluß, ihre Geschichte aufzuschreiben.
Von ihrem Willen und der Eindringlichkeit ihrer Aussagen beeindruckt, rief François de Closets mich an, um mir von Nathalie zu erzählen.
Ich habe sie dann getroffen, und sie teilte mir ihre Absicht mit. Da ich fürchtete, dieser Bericht würde sie unaufhörlich an ihre kaum erträglichen Erlebnisse erinnern, wollte ich sie zunächst von ihrem Vorhaben abbringen. Doch Nathalies Entschiedenheit überzeugte mich bald: Ihre Qualen wären nicht umsonst gewesen, wenn ihr Dokument heute vergewaltigten Mädchen — und sei es nur einem einzigen — helfen kann, das Schweigen zu brechen. Daher rührt ihr Entschluß, uns zu berichten, was für ein Leben sie fünf Jahre lang geführt hat.
Ihre Geschichte ist in ihrer Härte, ihrer zuweilen schier unerträglichen Grausamkeit exemplarisch — notwendig.
Daß ich sie heute an die Öffentlichkeit bringe, erfüllt mich mit Stolz.
Bernard Fixot