Bővebb ismertető
EinleitungIn Frankreich hat sich in den letzten fünfzehn Jahren auf dem Gebiet der Literaturtheorie und -kritik eine Entwicklung vollzogen, die mit zum Teil richtungweisenden Impulsen auch auf andere Länder gewirkt hat. Dabei fanden freilich die in einem kollektiven Prozeß der Auseinandersetzung erreichten Positionen marxistischer Literaturtheorie und -kritik außerhalb Frankreichs bislang nur ungenügende Beachtung; wurden sie doch durch den zuweilen spektakulären Charakter der internationalen Diskussion um den Nouveau roman, die Nou-velle Critique oder den Strukturalismus beschattet.1 Die französischen Beiträge zur Theorie der marxistischen Literaturbetrachtung sind für uns von besonderem Interesse. Sie haben sich in der Konfrontation mit den genannten und anderen Richtungen entwickelt und dabei neue Wege beschritten.Nimmt man die zentrale Rolle der Kritik in den französischen Debatten beim Wort und erinnert daran, daß Kritik heißt, etwas in die Krise bringen, dann ließe sich sagen, daß die Krisenpunkte in der Diskussion um eine Neue Kritik und um den Strukturalismus in den Problemstellungen und Neuansätzen dieser marxistischen Theoriebildung markiert und aufgehoben sind. Das wichtigste Kennzeichen in den marxistischen Stellungnahmen zur gegenwärtigen Problematik der Literaturtheorie ist jedoch ihre Verbindung mit einer politischen Problematik, die sich auf neue und dringliche Weise in der gegenwärtigen Situation der Klassauseinandersetzung für alle marxistischen Gesellschaftswissenschaften stellt.Der Auswahl der Beiträge haben wir einen auf diesen politischen und theoretischen Kontext bezogenen Gesichtspunkt zugrunde gelegt: das Problem, auf welche Weise in einer