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EINLEITUNG
«Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Und dir werde ich die Schlüssel des Himmelreiches geben. Was immer du binden wirst auf Erden, das wird auch im Himmel gebunden sein; und was immer du lösen wirst auf Erden, wird auch im Himmel gelöst sein.» (Matthäus-Evangelium, XVI, 18, 19).
Diese Worte Christi an den Apostel Petrus gehören an den Anfang jeder Papstgeschichte. Denn sie begründen die einmalige und einzigartige geschichtliche Erscheinung des Papsttums.
Unter allen Gemeinschaften dieser Erde kommt der Kirche, unter allen Institutionen dem Papsttum eine ausgesprochene Eigenart zu: menschlich in ihren Gliedern, sind beide zugleich übernatürlich in ihrem Ur&prung, in ihrem Ziel und den Mitteln, die ihnen zu dessen Erreichung gegeben sind. Nur auf Grund, ja sogar mit Hilfe des Glaubens können daher beide völlig erfasst werden. Eine Darstellung, an welcher der Glaube beteiligt ist, würde aber nur von den Gläubigen anerkannt. So hält sich die Geschichte der Kirche wie die des Papsttums im allgemeinen an die rein historische Methode, das heisst, sie hält sich im Rahmen des rein verstandesmässig Zugänglichen. Womit doch durchaus nicht die Forderung jener Schule gerechtfertigt wird, nach welcher die Geschichtswissenschaft alles aus dem Bereich ihrer Forschung auszuscheiden hätte, was irgendwie übernatürlich und demnach an sich nicht erkennbar sei. Die Aufgabe der Geschichte besteht im Gegenteil darin, keinerlei Tatsachen ausser acht zu lassen, welcher Art auch immer sie seien und ob sie auch über die natürliche Ordnung der Dinge hinausreichen. Dieser einfache Hinweis, zu dem der christliche Historiker verpflichtet ist, zeigt schon, dass die Geschichte des Papsttums wie die allgemeinere Geschichte der Kirche ihre Grenzen hat. Es tritt also noch einmal und hier besonders deutlich hervor, dass
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