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VorwortIm Wechsel der Zeiten wandeln sich Sitten und Bräuche. Einst saß die Großmutter im Lehnstuhl, nahe dem Kamin, in dem ein lustiges Feuer brannte, und rings um sie lagerten die Enkel. Sie hörten andächtig und voll Staunen alle die Geschichten an, die die Großmutter so schön zu erzählen wußte, von ihrer Jugend und all dem, was sie erlebte. Die Plätze um die Lehnstühle der Großmütter stehen heute leer. Die Enkel haben nicht mehr den Sinn für alte Geschichten und schon gar nicht die Ruhe, sie anzuhören. Immer schneller laufen die Maschinen: Film und Radio, Auto und Flugzeug haben eine neue Welt geschaffen eine Welt des Hastens und der Unrast. Im Foxtrott läuft das Leben dahin. Ein neuer Rhythmus beherrscht es gleichwie den Tanz auf den Dielen der Bars. Und die Jugend kann die alten Leute nicht mehr verstehen. Sie meint, die Vergangenheit werde von ihnen gar zu rosig geschildert. Nun sie weiß es eben nicht, wie es einmal war, und glaubt in ihrem Vorwärtsistürmen längst über das alles hinaus zu sein. Doch sie werden ruhiger werden, die Jungen, die Enkel, und sie werden nach den Büchern greifen, in denen jene Geschichten verzeichnet stehen, die früher die Großmütter in Lehnstühlen erzählten. Ein solches Buch habe ich geschrieben und darin erzählt, was ich erlebte. Ich will niemand davon überzeugen, daß die Menschen früher besser und das Leben schöner war. Nur wie ein Maler will ich einem stark verblaßten Bild die